Labore und noch mehr Vernetzung Mehrere Vorhaben prägen das Jahr 2018 auf dem Campus Lingen

Der Dekan des Campus Lingen, Prof. Thomas Steinkamp, krempelt die Ärmel hoch und geht das Jahr 2018 optimistisch an.Foto: Wilfried RoggendorfDer Dekan des Campus Lingen, Prof. Thomas Steinkamp, krempelt die Ärmel hoch und geht das Jahr 2018 optimistisch an.Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik (MKT), Prof. Thomas Steinkamp, blickt im Interview auf das Jahr 2018 am Campus Lingen. Es sind verschiedene Vorhaben, die aus Steinkamps Sicht das Geschehen am Campus Lingen im Jahr 2018 prägen werden.

Im November hat die Hochschule für den Neubau von Laboren ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück an der Kaiserstraße erworben. Wie geht es dort jetzt weiter?

Derzeit bereiten wir die Vergabeunterlagen vor. Dazu erstellen Laborgruppen im Moment mit viel Engagement sogenannte Raumbücher, in denen unter anderem die Größe und Ausstattung der Labore, aber auch beispielsweise die Höhe und Traglast der Decken festgehalten sind. Wichtig ist dabei, dass die Räume später interdisziplinär genutzt werden sollen. Im Frühjahr beginnt der Vergabewettbewerb und wir hoffen, dass das Vergabeverfahren am Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Bislang läuft alles nach Plan und wir liegen gut in der Zeit. Im Frühjahr 2019 soll mit dem Bau begonnen werden.

Freren ist Modellkommune des Forschungsprojektes „Versorgungssicherheit bei Pflegebedürftigen im ländlichen Raum“. Spelle ist am Forschungsprojekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ beteiligt. Sind am Campus Lingen weitere Projekte geplant, von denen die Menschen und Kommunen in der Region profitieren?

Die Durchführung solcher Forschungsprojekte hängt immer von der Bereitstellung von Fördermitteln ab. Grundsätzlich haben wir in diesem Bereich eine hohe Kompetenz entwickelt. Es geht bei solchen Projekten häufig um interdisziplinäre Fragestellungen. Wir können uns an solchen Ausschreibungen erfolgreich beteiligen, weil die Fakultät MKT mit vielen Disziplinen sehr breit aufgestellt ist. Das ist eine strategische Stärke des Campus Lingen, die dazu beiträgt, dass unsere Arbeit an vielen Stellen hier in der Region auch schon spürbar ist.

Der Campus Lingen ist eng mit der Wirtschaft in der Region verbunden. Wie können vor allem kleinere Unternehmen davon noch mehr profitieren?

Wir wollen 2018 unsere gute und intensive Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft weiter ausbauen. Dazu setzt die Fakultät sowohl auf die bewährten Kontakte zum Wirtschaftsverband Emsland und der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim, als auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Ems-Achse. Schon jetzt arbeiten wir bei diversen Projekten mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen und unterschiedlicher Größe zusammen. Durch diese vielen betrieblichen Projekte sind wir weit in der Region vertreten. Es ist sehr einfach, zu uns Kontakt aufzunehmen. Auch kleinere Unternehmen können direkt an uns herantreten. Eine gute Gelegenheit hierfür bietet die „Campus Convention“, die im März wieder stattfinden wird. Das ist für alle Unternehmen ein offenes und sehr niederschwelliges Angebot.

Wird es 2018 auch wieder Angebote für die Menschen in der Region, beispielsweise den Kinder- und den Seniorencampus, geben?

Diese Formate wollen wir fortsetzen, da die Besucherzahlen eigentlich sehr erfreulich sind. Es ist geplant, dabei auch mit neuen Themen anzutreten, da die Zahl der Teilnehmer themenspezifisch schwankt. Gerade der Seniorencampus sollte sich meiner Meinung nach weiter zu einem Bürgercampus entwickeln. Damit würde die jetzt schon sehr gute Verankerung des Campus in der Lingener Bevölkerung noch intensiver werden.

Mit dem Masterstudiengängen „Corporate Communications“ und „Wirtschaftsingenieurwesen Energiewirtschaft“ hat die Fakultät MKT zuletzt 2015 neue Studiengänge eingeführt. Sind 2018 weitere geplant?

Das ist Sache des Landes Niedersachsen und auch davon abhängig, wie sich die Studierendenzahlen an den Hochschulen allgemein entwickeln. Wir können da nur Vorschläge machen. Hervorheben möchte ich unsere institutsübergreifenden berufsintegrierenden Masterstudiengänge. Die Vernetzung der im Beruf stehenden Studierenden und ihrer Unternehmen wird durch diese Studiengänge verstärkt. Und Vernetzung ist ja generell das Erfolgsmodell des Emslandes.

Was steht 2018 sonst noch am Campus Lingen an?

Wir werden fünf neue Professuren, schwerpunktmäßig im Bereich Ingenieurwissenschaften und Unternehmensführung, besetzen. Damit verbessern wir die Qualität von Ausbildung und Betreuung noch weiter. Außerdem wollen wir im Bereich der Internationalisierung stärker in Richtung Niederlande schauen und generell für ausländische Studierende noch attraktiver werden. Dazu gehört auch die Entwicklung eines englischsprachigen Studienangebots.

Gibt es viele Anfragen, den Campus für Veranstaltungen anderer Art zu nutzen?

Die gibt es. Aber zum einen wollen wir nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Veranstaltungsorten treten, zum anderen darf der Lehrbetrieb am Campus nicht gestört werden. Hochschulnahen Veranstaltungen stehen wir offen gegenüber.

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