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100 Prozent Zustimmung im Rat Schreinemacher neuer Stadtbaurat in Lingen

Von Thomas Pertz | 25.06.2013, 14:40 Uhr

Lothar Schreinemacher ist neuer Stadtbaurat in Der Stadtrat wählte den 52-Jährigen am Dienstag in geheimer Wahl mit 38 Jastimmen. Es gab keine Gegenstimmen oder Enthaltungen.

Schreinemacher tritt damit die Nachfolge von Georg Lisiecki an, dessen Amtszeit am 14. Oktober nach acht Jahren ausläuft. Der gebürtige Lingener hatte die letzten zehn Jahre als Stadtbaurat in Nordhorn gearbeitet (siehe auch das Interview auf dieser Seite).

In der Vechtestadt war er vor knapp zwei Jahren auch für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. In Lingen ist Schreinemacher kein Unbekannter. Von 1991 bis 2003 leitete er das Stadtplanungs- und Hochbauamt der Stadt, seit 1998 zudem den Eigenbetrieb Zentrale Gebäudewirtschaft. In diesen Funktionen wirkte er beispielsweise bei der Umgestaltung der Halle IV mit.

Lingens Stadtbaurat Georg Lisiecki gehörte mit zu den Gratulanten. Er hatte sich auch vor Beginn der Sitzung länger mit ihm unterhalten.

Der neue Stadtbaurat freute sich sehr über das herausragende Abstimmungsergebnis. Diese „Vorschusslorbeeren“ seien gleichzeitig eine Verpflichtung für ihn, sich für seine Heimatstadt Lingen einzusetzen. Schreinemacher bot allen Fraktionen eine faire Zusammenarbeit an und nahm anschließend viele Gratulationen entgegen.

Zuvor hatte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone erklärt, dass nach der öffentlichen Ausschreibung der Stelle 15 Bewerber, neun Männer und sechs Frauen, in die engere Auswahl gekommen seien. Daraufhin seien dann fünf ausgewählt und zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden, sagte Krone. Er hat in seiner Funktion als Oberbürgermeister das Vorschlagsrecht. „Ich habe mich dann für Lothar Schreinemacher ausgesprochen, weil er nach meiner Einschätzung der geeignetste Bewerber ist.“

Der 52-Jährige hatte anschließend Gelegenheit, sich den Ratsmitgliedern vorzustellen. Schreinemacher, der an der Technischen Universität Hannover Architektur studiert hat, nannte drei Gründe für seine Entscheidung, sich auf die Stelle zu bewerben: Lingen sei eine dynamische Stadt mit einer ebenso dynamischen Wirtschaft, die außerdem durch Hochschule und Emslandhallen herausrage. Als zweiten Grund nannte er die Möglichkeit, seine Heimatstadt mitgestalten zu können. Außerdem wolle er eine weitere Entwicklungsstufe in seinem beruflichen Werdegang nehmen.

Schreinemacher nahm anschließend die Glückwünsche der Fraktionen entgegen. Von Birgit Kemmer, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, bekam er ein kleines Bäumchen als Geschenk. Welchen Wunsch die Partei damit verbinde, sei wohl klar, meinte Kemmer schmunzelnd.