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Nach Ablehnung von Resolution Emsländische Jusos kritisieren Lingener Rat wegen Seebrücke-Entscheidung

Von Wilfried Roggendorf | 03.10.2018, 14:00 Uhr

Die emsländischen Jungsozialisten kritisieren den Lingener Stadtrat wegen dessen Ablehnung der Initiative Seebrücke in der letzten Stadtratssitzung aufs Schärfste. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Juso-Arbeitsgemeinschaft Emsland hervor, in der vier ihrer Sprecher zitiert werden.

„Die Menschen in Lingen haben grade erst bei 'Lingen leuchtet' gezeigt, dass sie ein Zeichen setzen möchten: ein Zeichen für Menschlichkeit und für europäische Grundwerte“, sagte der Papenburger Bastian Schenk, „Dieses Zeichen setzt der Lingener Stadtrat, insbesondere die CDU-Fraktion, offensichtlich nicht.“

CDU verschiebt Verantwortung

Die CDU würde die Verantwortung der Kommunen in Richtung der Bundesregierung und der EU schieben. „Das Problem ist, dass die EU momentan alles tut, um Seenotrettung zu kriminalisieren und somit zeigt, das man kein sicherer Hafen sein möchte. Da müssen wir als Kommunen Verantwortung übernehmen. Seenotrettung ist kein Verbrechen. Die Initiative Seebrücke steht genau dafür“, wird der Lingener Niels Schokemöhle zitiert.

Seebrücke unterstützt keine Schlepper

Auch das Argument des FDP-Ratsherrn Dirk Meyer, Schlepper nicht unterstützen zu wollen, sei laut den Jungsozialisten kein wirkliches Argument. „Die Seebrücke unterstützt keine Schlepper, weder direkt noch indirekt. Sie steht für Humanität und somit für das Recht auf Leben, sichere Fluchtrouten und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung.“, argumentierte Pascal Geers aus Meppen.

Jusos stehen hinter Oberbürgermeister Krone

Eine aufgeklärte Stadt wie Lingen sollte sich zum sicheren Hafen für geflüchtete erklären. „Deshalb stehen wir voll und ganz hinter Oberbürgermeister Dieter Krone und seiner Stimme für die Seebrücke im Stadtrat sowie hinter den Grünen, die den Antrag eingebracht haben“, bekräftigte der Harener Simon Fischer.

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