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Arbeitskreis und Jugendfeuerwehr geehrt Stadt Lingen vergibt Umweltpreis nach Clusorth-Bramhar und Bramsche

Von Wilfried Roggendorf | 26.10.2018, 17:45 Uhr

Die Stadt Lingen hat ihren mit 1500 Euro dotierten Umweltpreis 2018 an die Jugendfeuerwehr Bramsche und den Arbeitskreis "Ortstypische Bepflanzung" sowie Olaf Raue aus Clusorth-Bramhar vergeben. Oberbürgermeister Dieter Krone hielt im Anschluss an die jüngste Ratssitzung die Laudatio für beide Preisträger.

"Sie sind eine Gruppe junger Lingener, die den Umweltgedanken weitergeben und so ein Vorbild für Schulkameraden und Erwachsene gleichermaßen sind", wandte sich Krone an die Mitglieder der Bramscher Jugendfeuerwehr. Die Gruppe hatte unter anderem 30 Nistkästen gebaut und in Absprache mit der Umweltbehörde der Stadt Lingen in Bramsche aufgehangen.

Zudem hatte der Bramscher Feuerwehrnachwuchs an einem Samstag insgesamt 1200 Jungbäume angepflanzt. Dies war bereits ihre dritte Aktion dieser Art. "Es ist nicht selbstverständlich, an einem Samstagmorgen aufzustehen und Bäume zu pflanzen, anstatt auszuschlafen", lobte Krone das Engagement.

50 Apfelbäume gepflanzt

"Arbeitskreis 'Ortstypische Bepflanzung' Dorfgespräch Clusorth-Bramhar und Olaf Raue: Das hört sich sperrig an, aber es steckt eine Menge dahinter", begann Krone seine Laudatio auf die zweiten Preisträger des Lingener Umweltpreises 2018. Der Arbeitskreis kümmere sich nicht nur um die Flora, sondern auch die Fauna, betonte der Oberbürgermeister. Denn es seien nicht nur 50 Apfelbäume gepflanzt worden, deren Früchte einmal jedermann zur Verfügung stehen werden. "Neben dieser Aktion haben sie Flächen mit einer Blumenmischung eingesät, um Lebensraum für Insekten zu schaffen", erklärte Krone. Seine Bemerkung, dass der Arbeitskreis mit dem Pflanzen von Ginster an den Ortsnamen Bramhar erinnere, verstand nicht jeder der Zuhörer im Ratssitzungssaal. Der Oberbürgermeister vergaß zu erwähnen, dass sich der Ortsnahme vom altdeutschen Wort für Ginster, Braam, herleiten lassen könne.

Olaf Raue veranstaltet seit 2007 das Apfelfest in Clusorth-Bramhar. "Dadurch wird der Umweltgedanke über Clusorth-Bramhar und die Lingener Stadtgrenzen hinausgetragen", lobte Krone die Veranstaltung. Besonders hervorzuheben sei der montags nach dem Apfelfest stattfindende Kindertag. Wegen der tausenden Besucher sei Clusorth-Bramhar beim Apfelfest "Nabel der Welt", sagte Krone. Er wies weiter darauf hin, dass der Fachausschuss Streuobst des Naturschutzbundes im März 2018 drei Tage mit Teilnehmern aus ganz Deutschland lang in Clusorth-Bramhar getagt habe.