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Lingen mit den meisten neuen Mitgliedern CDU-Chefin AKK kommt ins Emsland

Von Burkhard Ewert und Lars Laue | 31.08.2019, 16:05 Uhr

Die CDU-Parteivorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt in Kürze nach Lingen. Das hat die 57-Jährige am Samstag beim Landesparteitag der CDU in Celle angekündigt. Grund ist die hohe Zahl der neu geworbenen Mitglieder.

Kramp-Karrenbauer würdigt damit die Verdienste um die Mitgliederwerbung innerhalb des CDU-Kreisverbandes Lingen. Die Landes-CDU mit ihren aktuell rund 60 000 Mitgliedern hatte einen Wettbewerb für die Gewinnung neuer Mitglieder ausgeschrieben, den der Kreisverband sowohl prozentual (plus 6,5 Prozent) als auch absolut für sich entscheiden konnte. „AKK“ sagte, sie werde mit dem Kreisverband Lingen einen Termin abstimmen und eine Veranstaltung planen. Zudem lud sie den gesamten Lingener Kreisvorstand nach Berlin ein.

150 neue Mitglieder

In Lingen wird in einem Jahr auch der nächste Landesparteitag der Niedersachsen-CDU stattfinden, wie Landeschef Bernd Althusmann zum Abschluss bekannt gab. Dies sei ganz unabhängig von den dortigen Erfolgen bei der Mitgliederwerbung entschieden worden.

Im Zeitraum zwischen dem 1. April 2018 und dem 31. März 2019 gewann die CDU Lingen insgesamt 150 neue Mitglieder hinzu und erhält dafür neben dem „AKK“-Besuch insgesamt 1000 Euro Preisgeld.

Auch die besten Mitglieder-Werber kommen aus Lingen beziehungsweise aus dem Nachbar-Kreisverband Meppen. Sie heißen Jonas Roosmann (Kreisverband Lingen, 15 neue Mitglieder, 250 Euro Preisgeld), Holger Cosse (Kreisverband Meppen, 14 neue Mitglieder, 100 Euro) sowie Maria Lindemann (Lingen, 13 Neumitglieder, 50 Euro).

Antrag zu Stallneubauten

Nach Angaben des CDU-Kreisverbandes seien die Lingener auch mit ihrem Sachantrag für die Reformierung des Baurecht bei Stallneubauten erfolgreich gewesen: So wurde die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom Landesparteitag aufgefordert, eine Reform des Baurechts und der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) voranzutreiben, sodass neue Ställe als Ersatz für Altanlagen mit vergleichbarer Stallplatzzahl genehmigt und zur Verbesserung des Tierwohls schneller gebaut werden können.

In ihrer Begründung verwiesen die Lingener Christdemokraten darauf, dass "moderne Tierhaltungsanlagen auf dem neuesten Stand der Technik nicht nur bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere bieten, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Landwirtschaft." Außerdem führten sie bei gleichen Tierzahlen zu weniger Emissionen als vergleichbare ältere Ställe, die unter den Bestandsschutz des Baurechts fallen.

Dieser Bestandsschutz gelte jedoch nicht bei Ersatzinvestitionen an gleicher Stelle eines bestehenden Stalls. "Geplante Ersatzbauten müssen daher das gleiche Genehmigungsverfahren wie Neubauten durchlaufen. Trotz verminderter Emissionen ist ein Ersatzbau hierdurch oft aus Emissionsschutzgründen nicht genehmigungsfähig. Durch eine Reform des Baurechts für Tierhaltungsanlagen sollen Ersatzinvestitionen erleichtert werden, damit Tierhaltung zukunftssicherer aufgestellt wird", heißt es abschließend in der Mitteilung.