Ein Artikel der Redaktion

Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss Emsländische Rettungskräfte übten in Bawinkel

Von PM. | 09.09.2011, 11:43 Uhr

„Eine Windhose hat die Gemeinde Bawinkel getroffen und dabei eine unbekannte Anzahl von Gebäuden schwer beschädigt. Die Zahl der Verletzten und Toten ist unbekannt.“ Dieses Szenario war Ausgangslage einer Übung der Schnell-Einsatzgruppen (SEG) im Landkreis Emsland. Der Einsatzauftrag lautete: „Aufbau eines Behandlungsplatzes. Eine autarke Infrastruktur inklusiv Strom, Licht und Wärme ist herzustellen“.

„Behandlungsplätze werden bei einem Massenanfall von Verletzten eingerichtet, um in Abhängigkeit vom Schweregrad der Verletzungen die Priorität der Behandlung und des Transportes festzulegen, die medizinische Notfallbehandlung einzuleiten und den Transport in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung zu organisieren. Behandlungsplätze dienen dabei auch als „Puffer“ zwischen Einsatzstelle und Krankenhäusern, weil diese schnell ihre Kapazitätsgrenzen erreichen“, so Dr. Wolfgang Hagemann als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst.

Die sechs SEG werden vom DRK-Kreisverband (fünf) und dem Malteser-Hilfsdienst (eine) materiell und personell besetzt. Eine SEG verfügt über mindestens 30 ehrenamtliche Helfer, einen Gerätewagen Sanität, einen Gerätewagen Betreuung, zwei Krankentransportwagen sowie Mannschaftstransportfahrzeuge. Zusätzlich werden im Landkreis Emsland noch drei Einsatzleitwagen vorgehalten. Zu den Hauptaufgaben der SEG zählen neben der Unterstützung des Rettungsdienstes die Schaffung der notwendigen Infrastruktur an den Einsatzstellen.

Kreisgeschäftsführer Thomas Hövelmann nutzte die Gelegenheit, sich bei der Abschlussbesprechung beim Landkreis Emsland für die große Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken.