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Wassergewinnung Gutachten: Keine Probleme durch Pumpversuche in Lengerich

Von Heinz Krüssel, Heinz Krüssel | 08.06.2016, 16:37 Uhr

Das Verfahren um die vom Wasserverband Lingener Land geplante Wassergewinnung in Lengerich/Handrup kann in die nächste Runde gehen. Die insbesondere von der die Wasserentnahme kritisch sehende „AG Unser Wasser Lengerich/Handrup“ geforderte Begutachtung von neutraler Stelle liegt inzwischen vor. Laut dem Gutachter spricht derzeit nichts gegen die geplanten Pumpversuche.

In der Sitzung des Rates der Gemeinde Lengerich ging Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn kurz auf wesentliche Kernaussagen ein. Die Unterlagen wurden an die Ratsmitglieder sowie an Ludger Raming als Vertreter der „AG Unser Wasser Lengerich/Handrup“ verteilt. Die Ergebnisse der von der Gemeinde und der Samtgemeinde Lengerich in Auftrag gegebenen Stellungnahme sollen nach Aussage des Verwaltungschefs in den nächsten Sitzungen der kommunalen Gremien noch ausführlich beraten werden.

„Gegenseitige Beeinflussung ausgeschlossen“

So war unter anderem eine Stellungnahme zur hydrogeologischen Verbindung zwischen dem bestehenden Wassergewinnungsgebiet Grumsmühlen und dem geplanten Wassergewinnungsgebiet Lengerich/Handrup gefordert worden. In dem Gutachten von Michael Bruns, Diplomgeologe und vereidigter Sachverständigen für das Sachgebiet „Hydrogeologie“, heißt es unter anderem: „Eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Gebiete und somit eine Beeinflussung der Pumpversuchsergebnisse in Lengerich/Handrup durch eine Reduzierung der Förderung in Grumsmühlen kann aufgrund der beschriebenen Grundlagen ausgeschlossen werden.“

Kein Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal

In einer zweiten Stellungnahme ging es um die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern zur Verwendung in speziellen industriellen Prozessen . Dazu heißt es in der Stellungnahme der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes unter anderem: „Eine Entnahme von Wasser bis zu 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr aus dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK) ist aus betriebstechnischen Gründen nicht möglich und auch nach dem Wasserstraßengesetz nicht genehmigungsfähig.“

AG-Vertreter fordert weitere Prüfung

Mit den Antworten nicht zufrieden gab sich der Landwirt und AG-Vertreter Ludger Raming. Er forderte von den Kommunalpolitikern, sich mit der Antwort des Wasserverbandes Lingener Land nicht so einfach zufrieden zu geben. Raming forderte eine weitere ausgiebige Prüfung alternativer Möglichkeiten.

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