Kosten von 77.000 Euro Anbau am Backhaus in Gersten fertiggestellt

Der Anbau im Fachwerkstil an das Backhaus des Heimat- und Traditionsvereins Gersten ist zur Zufriedenheit der Beteiligten fristgerecht fertiggestellt worden. Foto: Heinz KrüsselDer Anbau im Fachwerkstil an das Backhaus des Heimat- und Traditionsvereins Gersten ist zur Zufriedenheit der Beteiligten fristgerecht fertiggestellt worden. Foto: Heinz Krüssel

Gersten. Um einen funktionalen Anbau im Fachwerkstil ist das Backhaus des Heimat- und Traditionsvereins Gersten erweitert worden. Im Zuge der offiziellen Schlussabnahme haben die Beteiligten das gute Gelingen des Vorhabens bestätigt.

„Wir freuen uns und sind dankbar, dass ein lang gehegter Wunsch jetzt Wirklichkeit geworden ist“, begrüßte Vorsitzender Werner Kuper die am Projekt beteiligten Vertreter der Behörden willkommen. Das stark frequentierte Backhaus habe dringend eine behindertengerechte Toilettenanlage gebraucht. Gerade beim Besuch von Kindern und älteren Gästen sei es lästig gewesen, diese „bei Bedarf“ zum Hof Lindemann zu bitten. Auch eine Kücheneinrichtung, die den Hygieneansprüchen gerecht werde, könne jetzt eingebaut werden. „Die Küche ist zwar angelegt, aber für die Einrichtung fehlt uns im Moment noch das Geld“, hoffen Kuper und seine Vorstandskollegen auf eine entsprechende Spende.

Viele Sonderschichten

Kuper blickte auf ein „strammes Halbjahr“ zurück, zumal der vorgegebene Abrechnungstermin Ende September allen im Nacken gesessen habe. „Um die Zuschüsse, insbesondere die EU-Mittel nicht zu gefährden, wurden viele Sonderschichten eingelegt“, so der umtriebige Chef des 110 Mitglieder zählenden Vereins. Viele Mitglieder hätten sich vorbildlich eingebracht. Ein ganz besonderer Dank galt seiner Familie, insbesondere Ehefrau, Schwager und Bruder. „Da war es natürlich am einfachsten, zum Arbeitseinsatz zu bitten“, fügte Kuper mit einem Augenzwinkern hinzu.

Kosten von 77.000 Euro

Das Vorhaben wurde mit Gesamtkosten in Höhe von 77.000 Euro veranschlagt, erläuterte Angelika Lügering, Leiterin des Bauamtes der Samtgemeinde Lengerich. „Wir haben fast eine Punktlandung hingekriegt“, wies sie auf die vorläufige Endabrechnung hin. Einige zusätzliche Kosten seien nicht vorhersehbar gewesen, beispielsweise beim Verlegen von Versorgungsleitungen im Untergrund. „Hier haben so manche Überraschungen auf uns gewartet, zumal in früheren Jahren Leitungen ohne Plan kreuz und quer verlegt worden sind“, bestätigte Kuper. Auch seien diverse Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Situation nachträglich durchgeführt worden.

Eigenleistungen des Heimatvereins

Auf die kooperative Zusammenarbeit zwischen Heimatverein, Samtgemeindeverwaltung und den am Bau beteiligten Unternehmen wies Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn hin. Der Wunsch des Heimatvereins habe nur umgesetzt werden können, weil europäische Fördermittel aus dem Leader-Programm in Höhe von 34.725 Euro genehmigt worden seien, erläuterte Lühn. Der Heimatverein habe 20.000 Euro an Eigenleistungen erbracht. Den Rest habe die Gemeinde Gersten zugesteuert.

„Ein tolles Projekt“

„Wir haben unseren Anteil gerne bezahlt“, würdigte Bürgermeister Karl Köbbe das beispielhafte ehrenamtliche Engagement im Heimat- und Traditionsverein. „Es ist hier ein ganz tolles Projekt verwirklicht worden“, bestätigte auch Rita Kamlage als Vertreterin des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) in Meppen. EU-Mittel seien hier sinnvoll eingesetzt worden.

Zur Stärkung der Gäste hatte Werner Kuper im Steinbackofen leckeren Apfelbutterkuchen gebacken. Maria Nutzmann steuerte Apfelstuten „nach Omas Rezept“ bei.

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