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Keine Glätte, große Anteilnahme Rettungswagen prallt in Langen gegen Baum – Drei Tote

Von Benjamin Havermann und Sven Mechelhoff


bhav/pm Langen. Bei einem Unfall eines Rettungswagens in Langen (Emsland) sind in der Nacht zu Donnerstag drei Menschen gestorben. Die Unfallursache ist noch unklar. Sanitäter trauern um ihre Kollegen.

Die Ehefrau des verstorbenen Patienten war einige Zeit, nachdem ihr Mann abgeholt worden war, in Richtung Krankenhaus gefahren. Sie entdeckte den bereits verunglückten Rettungswagen und verständigte die Rettungskräfte. Neben der Polizei waren die Freiwillige Feuerwehr Langen und Notfallseelsorger zur Betreuung der Angehörigen und der Rettungskräfte im Einsatz. Die beiden Rettungssanitäter kommen aus Nordrhein-Westfalen.

Die Anteilnahme ist riesig. Vor allem Mitarbeiter von anderen Rettungsdiensten zeigen sich bestürzt über die Tragödie. „Bei einem Unfall mit einem Rettungswagen sind zwei Kollegen vom Rettungsdienst, sowie ein weiterer Insasse, heute Nacht im Emsland tragischerweise ums Leben gekommen“, heißt es auf der Facebook-Seite des DRK Salzbergen. Und weiter: „Unser herzlichstes Beileid gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen.“

Der Einsatzwagen war nach Angaben der Polizei gegen 1.45 Uhr auf der Thuiner Straße in Richtung Thuine unterwegs. In einer Kurve kam der 21-jährige Fahrer aus noch ungeklärter Ursache nach links von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Der junge Mann, ein 33-jähriger Rettungssanitäter sowie der 59-jährige Patient, der angeschnallt auf der Liege lag, kamen bei dem Unfall ums Leben.

Die Geschwindigkeit ist an der Unfallstelle auf 70 km/h beschränkt. Zum Unfallzeitpunkt sei die Fahrbahn zwar nass gewesen, aber es habe kein Glatteis gegeben, teilte ein Polizeisprecher am Vormittag die weiteren Ermittlungsergebnisse mit. Die Unfallstelle und auch der Rettungswagen sind den weiteren Angaben zufolge am Donnerstagvormittag noch einmal untersucht worden. Der Rettungswagen war zum Unfallzeitpunkt technisch einwandfrei und mit Winterreifen ausgerüstet.

„Eine Beteiligung eines anderen Fahrzeugs können wir definitiv ausschließen. Wie es zu dem tragischen Unfall kam, können wir nicht sagen“, so der Polizeisprecher. Offenbar war der Rettungswagen ohne Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Die Einsatzkräfte hatten die Straße am frühen Morgen nach stundenlanger Sperrung wieder freigegeben.

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