Brunnen aus 1890 gefunden Kanalnetz in Lengerich wird gründlich untersucht


Lengerich. Der Abriss der Häuser Nr. 5 und Nr. 7 an der Mittelstraße in Lengerich hat mehr Zeit beansprucht, als zunächst erwartet. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass sich im Untergrund so viel Beton befindet, der den Abbruch doch unerwartet weit nach hinten gerückt hat“, erklärte Angelika Lüggering als allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters im Rat der Gemeinde Lengerich.

Neben den „dicken Brocken“, der Entsorgung einer Drei-Kammer-Grube und dem Bergen eines alten Öltanks habe man aber auch eine „tolle Entdeckung“ gemacht, wie Lüggering dem Rat berichtete. „Wir haben unter den abgerissenen Häusern einen Brunnen aus dem Jahre 1890 entdeckt, der noch in Betrieb zu sein scheint, weil er Wasser führt.“ Zurzeit würden überlegt, wie man den Brunnen für die Nachwelt erhalten kann.

Sie macht zwar keine Sorgen, aber sie nimmt doch mehr Zeit ein als gedacht: die geplante Straßenverbindung zwischen Mittelstraße und Lütemannskamp in Lengerich. Nach wie vor steht zur Beratung, ob die neue Straßenverbindung als Fläche lediglich entwässert werden soll oder ob man diese Fläche nutzt, um eine Stauraumfläche an zentraler Stelle im Ortskern zu schaffen.

Nach Angaben der Verwaltung ist das Anlegen einer solchen Fläche mit geschätzten 160000 Euro relativ teuer. Deshalb soll zunächst geprüft werden, ob auch durch andere Maßnahmen das Wasser aus der Ortsmitte verbannt werden könne. Dazu bedürfe es einer Optimierung das Kanalsystems, die aber nur dann in Angriff genommen werden könne, wenn zuvor das Netz untersucht werde.

Auf Anforderung vonseiten der Gemeinde habe dazu das Büro Lindschulte aus Nordhorn ein Konzept erarbeitet, dass die Entwässerung mit der Entwicklung diverser Lösungsalternativen optimiert. Aufgrund des Angebotspreises in Höhe von rund 26200 Euro beschloss der Rat, ein Alternativangebot einzuholen.

Wolle die Gemeinde diesen Weg gehen, werde mit dem Bau der neuen Wegeparzelle in diesem Jahr wohl nicht mehr begonnen werden können. Realistisch sei hier frühestens das Frühjahr 2016 zu nennen. Auf die Frage aus dem Rat, ob das Gelände denn so brach liegen gelassen werde, wie es sich zurzeit darstelle, konnte Bürgermeister Gerd Wübbe beruhigen: Hier wird dann alles eingeebnet und begrünt“, erklärte der Bürgermeister.


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