Heimat- und Traditionsverein Plätzchen für Lingener Tafel in Gersten produziert

Von Heinz Krüssel


Gersten. Spritzgebäck, Mürbeteigplätzchen und Spekulatius in vielfältigen Variationen – das ist das Ergebnis eines Backtages der Kindergartenkinder im Backhaus des Heimat- und Traditionsvereins Gersten.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit bietet der Verein in Zusammenarbeit mit dem Herz-Jesu-Kindergarten einen Backtag an. „Die Kinder sollen einmal sehen, wie in früheren Jahren Plätzchen gebacken wurden, betonten Kindergartenleiterin Anne Schröder und Erzieherin Claudia Reicksmann.

So kamen in dieser Woche 46 Kinder der Mäuse- und der Bärengruppe ins Backhaus. Sie wollten möglichst viele Plätzchen backen, die der Lingener Tafel für bedürftige Kinder zur Verfügung gestellt werden.

„Kindergarten-Opa“ Werner Kuper, Rentner und Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Gersten, hieß die Kinder am vorgeheizten Backofen willkommen. „Ich bin heute Morgen schon um fünf Uhr aufgestanden, um den Backofen mit Holz zu befüllen und damit den Ofen einzuheizen. Es gehöre schon eine große Portion Erfahrung dazu, die richtige Hitze zu erreichen. Wenn der Backofen noch zu kalt ist, werden die Plätzchen nicht gar, ist er aber zu heiß, verbrennen sie ganz schnell und werden schwarz, so Kuper. Ein Steppke stellte einige Fragen an Werner Kuper und dieser „verquasselte“ sich mit dem Kindergartenjungen. Schon war es passiert. Ein Kind rief laut: „Werner die Plätzchen ...“ „Ich habe diese total vergessen. Jetzt stellen wir sie dem Nikolaus für seine Rentiere zur Verfügung“, schmunzelte der erfahrene Backmeister am Gerstener Steinofenbackofen.

Bei diesem Backverfahren aus früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten gebe es keinen Knopf, mit dem man mal eben die richtige Temperatur wählen kann.

Doch zuvor galt es, in Gemeinschaftsarbeit rund zwölf Kilogramm Teig für die verschiedenen Plätzchen vorzubereiten. War dieser dann so weit, kam eine traditionelle „Wurstemühle“ zum Einsatz. Spannend war die Herstellung von Spekulatius, den sogenannten „Kloasperdkes“. Der Teig wurde in alte Holzformen gepresst. Nach einem kräftigen Schlag auf den Tisch kamen verschiedene Tierfiguren zum Vorschein.

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