In den Ruhestand verbschiedet Rudolf Daemberg hat Volkbank Langen-Gersten geprägt

Für Engagement dankten (von links) Jürgen Hölscher, Georg Litmathe, Alfons Vehr und Ludger Preun Rudolf dem scheidenden Daemberg und seiner Frau Gerda. Foto: André PartmannFür Engagement dankten (von links) Jürgen Hölscher, Georg Litmathe, Alfons Vehr und Ludger Preun Rudolf dem scheidenden Daemberg und seiner Frau Gerda. Foto: André Partmann

part Lingen. Gradlinig, engagiert, loyal und mit stets offenem Ohr: Rudolf Daemberg ist laut Beschreibung seines Umfeldes so ziemlich die Art von Chef, wie Angestellte ihn sich wünschen. 47 Jahre, davon 37 Jahre als Vorstand, hat er die Volksbank Langen-Gersten bis zu ihrer Fusion mit der Volksbank Lingen im September maßgeblich geprägt. Nun wurde Daemberg mit einer großen Feier in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Über 100 Gäste durften der Banker und seine Frau Gerda im Gasthof Klaas begrüßen. Familienangehörige, Freunde, ehemalige Mitarbeiter, Kollegen und Vertreter des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems waren gekommen, um gemeinsam auf den neuen Lebensabschnitt anzustoßen.

Als Daemberg nach Abschluss der Handelsschule im Jahre 1967 seine dreijährige Ausbildung zum Bankkaufmann bei der damaligen Raiffeisenbank Langen-Gersten angetreten hatte und sein Vater ihn nach einigen Wochen fragte, wie es ihm dort gefällt, antwortete er nur: „Ganz gut, aber alt werden möchte ich in diesem kleinen Betrieb nicht“. Heute lacht Daemberg über diesen Satz, denn es kam alles anders. Aus den ursprünglich geplanten drei Jahren wurden stolze 47 Jahre – sein gesamtes Berufsleben blieb er der Volksbank Langen-Gersten treu.

„Du kannst stolz auf deine berufliche Leistung zurückblicken. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit“, sagte Alfons Vehr, Aufsichtsratvorsitzender der Volksbank Lingen, in seinen Begrüßungsworten.

Anschließend ergriff Ludger Preun, Vorstand der Volksbank Lingen, das Wort und hielt die Laudatio: „In ’deiner‘ Volksbank, lieber Rudi, warst du insgesamt 37 von 47 Jahren der Kapitän und hast sie in dieser Zeit gemeinsam mit deinen Vorstandskollegen Alfons Büter und Bernd Theissing durch Dick und Dünn gesteuert. Und das war als kleine Bank, vor allem in Zeiten des wirtschaftlichen Seegangs und der sich ständig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen, nicht einfach“.

Laut Preun wies die Volksbank Langen-Gersten im Jahre 1977 mit der Aufnahme von Daembergs Vorstandstätigkeit eine Bilanzsumme von 25,8 Millionen DM aus, das heute rund 13,2 Millionen Euro entspräche. Das Geschäftsjahr 2013 wurde mit einer Bilanzsumme von 47,2 Millionen Euro abgeschlossen. „Vor dieser Entwicklung, an der Rudolf Daemberg einen großen Anteil hat, habe ich größten Respekt“, so Preun.

Georg Litmathe, Direktor des Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes, sprach von einem „bemerkenswerten Karriereweg“. Stets habe sich Daemberg für die Interessen der Volksbank Langen-Gersten stark gemacht. Der Finanzfachmann wurde für seine Verdienste von Litmathe eine Urkunde und eine goldene Ehrennadel des Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes verliehen.

Zum Abschluss ergriff Daemberg persönlich das Wort und bedankte sich bei allen Weggefährten für die Zusammenarbeit über all die Jahre: „Die Arbeit in der Volksbank Langen-Gersten hat mir stets sehr viel bedeutet. Besonders meiner Frau Gerda und unseren Kinder Judith und Tobias danke ich für die Unterstützung. Jetzt freue ich mich auf die Zeit mit meiner Familie im Ruhestand“.

Die Fusion mit der Volksbank Lingen bezeichnete Daemberg als „richtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt“.