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Seit 1972 kommunalpolitisch aktiv Lengericher Ehrenbürgermeister Josef Duisen starb im Alter von 70 Jahren

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Lengerich. Er war Landwirt, in ganz vielen Vereinen und Verbänden aktiv – und er war ein Vollblutpolitiker, der sich seiner emsländischen Heimat in seinem Denken und Wirken stark verbunden fühlte. Nach langer schwerer Krankheit ist der Lengericher Ehrenbürgermeister Josef Duisen am Sonntag, gut drei Monate nach seinem 70. Geburtstag, gestorben. Am Donnerstag werden ihm neben seiner Familie sicherlich viele Freunde, Bekannte und Weggefährten die letzte Ehre erweisen.

Sein Wort galt, ebenso wie sein kräftiger Händedruck. Hände, die im Leben viel angepackt und geschaffen haben. Im Alter von 31 Jahren ist der in Lengerich Geborene 1972 erstmals in den Rat seiner Heimatgemeinde gewählt worden, zwei Jahre später wurde er auch Mitglied im Samtgemeinderat – erst 2006 verließ er freiwillig beide Kommunalparlamente. Einstimmig ernannten ihn seine Ratskollegen sofort zum Ehrenbürgermeister ihrer Gemeinde. Von 1972 bis 1977 und von 1986 bis zum 31. Oktober dieses Jahres vertrat er sowohl die Lengericher als auch die emsländischen Interessen zudem im Kreistag des Altkreises Lingen und später im Kreistag.

Hohes Ansehen erworben

In unterschiedlichen landschaftlichen Unterhaltungsverbänden, im Verein des Erholungsgebietes Saller See sowie in vielen örtlichen Vereinen war er aktiv. Fast immer nicht nur als Mitglied, sondern an verantwortlicher Stelle im Vorstand und meist als Vorsitzender. Seine ganze Arbeit absolvierte er dabei mit großer Freude an der Sache, mit viel Humor – und getragen von seiner ihn immer unterstützenden Familie. Die Menschen hat Duisen bei all seinen Entscheidungen immer mitgenommen. Er konnte sie für Projekte begeistern und von der Sinnhaftigkeit überzeugen. Gerade diese Art als Politiker und einfach als Mensch sorgte für sein hohes Ansehen, welches er sich weit über die Gemeindegrenzen hinausgehend erwarb.

Die Dorferneuerung, die Vorbereitung der heute sehr geordneten Gemeindefinanzen, Pläne für neue Bebauungsgebiete und der auf seine Idee hin eingeführte Neujahrsempfang werden noch lange an ihn erinnern.(vb)


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