Verband investiert in die Zukunft Neuer Trinkwasserbehälter in Langen soll 2021 fertig sein

Derzeit wird das Baufeld hergestellt. Dazu sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, denn der Behälter befindet sich zu einem Drittel unterhalb der Geländeoberfläche. Foto: Wasserverband Lingener LandDerzeit wird das Baufeld hergestellt. Dazu sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, denn der Behälter befindet sich zu einem Drittel unterhalb der Geländeoberfläche. Foto: Wasserverband Lingener Land
Wasserverband Lingener Land

Lengerich. Wie gewährleistet der Wasserverband Lingener Land auch in Zukunft, dass jederzeit genügend Trinkwasser zur Verfügung steht? Die Antwort auf diese Frage entsteht auf dem Windmühlenberg in der Gemeinde Langen.

"Aufgrund steigender Wasserabgabemengen stellte sich die Frage, inwieweit die Speicherkapazitäten der vorhandenen Trinkwasserbehälter noch ausreichend und zukunftssicher sind", heißt es in einer Pressemitteilung des Wasserverbandes. An heißen Sommertagen müssen die Wasserwerke den Angaben zufolge innerhalb kürzester Zeit bis ans Limit hochgefahren werden.

Das Bauleiterteam: (von links) Stefan Ruhnow vom Planungsbüro H2U, Klaus Acker und Reinhold Gels vom Wasserverband Lingener Land, Florian Gebbeken und Magnus Meyners von der Firma Bernhard Becker. Foto: Wasserverband Lingener Land

Eine der wichtigsten Sicherheitsreserven sind die Trinkwasserbehälter. Neben der Speicherung wirken sie ausgleichend auf den schwankenden Wasserbedarf im Verlauf eines Tages. Eine besondere Herausforderung stellen die Abendstunden dar, wenn viele Menschen nach Hause kommen, duschen und den Garten bewässern oder vielleicht das Planschbecken für die Kinder neu befüllen. Wobei die Gartenbewässerung laut Verband möglichst nicht mit Trinkwasser erfolgen sollte. 

"Speichervolumen muss um 10.000 Kubikmeter vergrößert werden"

Nach einer  Studie wurden eine Bestandsanalyse, verschiedene Standorte und Störfallszenarien betrachtet. In der Mitteilung heißt es weiter: "Im Ergebnis muss das Speichervolumen um 10.000 Kubikmeter vergrößert werden. Mit diesem zusätzlichen Volumen kann ein Ausfall des Wasserwerkes Grumsmühlen für einen Tag überbrückt werden." Als Standort wurde der Windmühlenberg gewählt. Dort befinden sich bereits drei Wasserbehälter mit einem Speichervolumen von 16.000 Kubikmetern.

Der letzte Trinkwasserbehälter auf dem Windmühlenberg wurde 1986 als Doppelrundbehälter, auch Brillenbehälter genannt, gebaut. Foto: Wasserverband Lingener Land

Den Planungsauftrag erhielt das Ingenieurbüro H2U aus Neukirchen-Vluyn. Der neue Behälter wird in Stahlbetonbauweise als Rechteckbehälter mit zwei Wasserkammern gefertigt. Die Hauptabmessungen betragen: Länge 53 Meter, Breite 48 Meter und Höhe 5,50 bis 6,30 Meter. Es werden insgesamt 2750 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen Betonstahl verarbeitet. Anschließend wird der Behälter mit Erdreich überdeckt und begrünt.

Bauarbeiten haben begonnen

Die Arbeiten für den Bauteil des geplanten Trinkwasserbehälters wurden im Herbst 2019 öffentlich ausgeschrieben. Den Auftrag erhielt die Firma Bernhard Becker aus Meppen zum Angebotspreis von 2,35 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden mit knapp 4 Millionen Euro beziffert. Nachdem der Landkreis Emsland im Januar die Baugenehmigung erteilte, starten jetzt die Bauarbeiten. Die Fertigstellung des Trinkwasserbehälters ist für Mitte 2021 vorgesehen. 


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