Ausbildungsoffensive Damit Schüler in Lengerich besser einen passenden Beruf finden

Schulsozialarbeiterin Juliane Häring und die Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbndes Emsland, Mechtild Weßling, standen in einem Interview interessierten Schülern Rede und Antwort. Foto: WirtschaftsverbandSchulsozialarbeiterin Juliane Häring und die Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbndes Emsland, Mechtild Weßling, standen in einem Interview interessierten Schülern Rede und Antwort. Foto: Wirtschaftsverband

Lengerich . Von Maschinenbauunternehmen über Tischlereien bis hin zu Kindertagesstätten – im Rahmen der „Ausbildungsoffensive in der Samtgemeinde Lengerich“ hatten 55 Schülerinnen und Schüler der Oberschule die Chance, Unternehmen der Region und deren Ausbildungsberufe genauer kennen zu lernen.

Der Wirtschaftsverband Emsland hatte das Projekt initiiert - eigenen Angaben zufolge inzwischen zum zehnten Mal. An drei Tagen der Woche erarbeiten die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs ein Praxisprojekt in einem Unternehmen ihrer Wahl und lernten den Betrieb mit seinen Tätigkeiten und Ausbildungsberufen kennen. Den krönenden Abschluss bildete der Präsentationstag, an dem die Jugendlichen ihre Projekte und Erfahrungen interessierten Unternehmensvertretern, Eltern und Lehrern vorstellten.

Auch die Mitschüler der Jahrgänge acht und neun bekamen an dem Tag die Chance, sich über die Projekte zu informieren. Außerdem führte die Radio-AG der Schule unter Leitung von Sozialpädagoge Stephan Glück während der Veranstaltung verschiedene Interviews mit Organisatoren, Besuchern und Schülern  durch. Der entsprechende Beitrag wird am 31. Oktober (Donnerstag) von 18 bis 19 Uhr auf der "Ems-Vechte-Welle" in der Schulradio-Sendung "Zoom!" zu hören sein.

Realistischer Blick

„Die Ausbildungsoffensive ist für uns ein wichtiges Format, die Schülerinnen und Schüler bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen“, sagte Juliane Häring, Schulsozialarbeiterin und Projektverantwortliche der Oberschule Lengerich. „Sie sollen die Möglichkeit bekommen, sich einen für sie interessanten Beruf genauer anzuschauen und erste Erfahrungen zu sammeln.“ Die Jugendlichen suchen sich das Unternehmen für ihr Praxisprojekt aus einer Reihe teilnehmender Betriebe selbst aus. Einige werden durch das Format in ihrem Wunschberuf bestätigt, anderen zeigt das Projekt eine neue Perspektive auf. „Auch solche Momente können für die Jugendlichen unglaublich wichtig sein“, sagte Mechtild Weßling, Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes. „Die Schülerinnen und Schüler sollen einen realistischen Einblick in die Unternehmen und ihre Tätigkeiten erhalten, um so zu erkennen, ob der jeweilige Beruf passend ist. Dazu ist die Vernetzung von Wirtschaft und Schulen unerlässlich.“

Dass das Projekt auch in diesem Jahr wieder ein so großer Erfolg war, zeigte sich der Mitteilung zufolge an den Rückmeldungen der Unternehmensvertreter. Insgesamt 22 Betriebe der Samtgemeinde Lengerich haben an der Ausbildungsoffensive teilgenommen und die Schüler für die drei Tage bei sich aufgenommen. Dabei war das Spektrum groß – von Tischlereien über einen landwirtschaftlichen Betrieb bis zu Pflege- und Altenheimen war alles dabei. „Für uns ist es genau der richtige Weg“, meinte Ulrich Gerdes, Leiter des Markant-Marktes in Lengerich. „ Für uns als Unternehmen bietet das Format die Chance, schon frühzeitig Kontakt zu den Jugendlichen aufzunehmen und sie für den Beruf zu begeistern – eine Win-Win-Situation also.“

Die „Ausbildungsoffensive in der Samtgemeinde Lengerich“ ist im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Wirtschaftsverband Emsland und der Oberschule Lengerich entstanden. Der Wirtschaftsverband strebt durch unterschiedliche Maßnahmen, wie z.B. die Lernpartnerschaften, eine stärkere Vernetzung von Schulen und Unternehmen an, um so die Jugendlichen bei der Berufsorientierung zu unterstützen.


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