1,3-Millionen-Euro-Investition Lütemannskamp in Lengerich wird ab März ausgebaut

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Der Lütemannskamp im Lengericher Ortskern soll ab März 2019 im Rahmen der Dorfentwicklung komplett neu gestaltet werden, zudem soll diese und die Hestruper Straße eine neue Regenwasserkanalisation erhalten. Foto: Carsten van BevernDer Lütemannskamp im Lengericher Ortskern soll ab März 2019 im Rahmen der Dorfentwicklung komplett neu gestaltet werden, zudem soll diese und die Hestruper Straße eine neue Regenwasserkanalisation erhalten. Foto: Carsten van Bevern

Lengerich. Der Lütemannskamp im Lengericher Ortskern wird ab März 2019 ausgebaut. Unter dieser und der Hestruper Straße werden zudem die Regenwasserkanäle erneuert. Der Gemeinderat vergab die Bauarbeiten jetzt an die Firma Mecklenburg & Schlangen in Sögel, investiert werden insgesamt rund 1,3 Millionen Euro.

Seit der Aufnahme der Gemeinde Lengerich in das Städtebauförderprogramm im Jahr 2008 wurde nahezu der ganze Ortskern unter Berücksichtigung einheitlicher Gestaltungskriterien und eines neuen Beleuchtungskonzeptes mithilfe von Fördermitteln des Landes und des Bundes barrierefrei umgebaut. Eigentlich sollte das Förderprogramm Ende 2015 auslaufen. Nach mehreren Verlängerungen wird 2019 aber auch noch der Lütemannskamp und die Hestruper Straße mithilfe des Förderprogramms ausgebaut.

Geplant ist nach Aussage der Bauamtsleiterin Angelika Lügering die Erneuerung des Regenwasserkanals im Bereich vom Lütemannskamp und der Hestruper Straße bis zur Einmündung der Straße "Zum Vogelpohl" sowie dort der Anschluss an den vorhandenen Regenwassergraben. Der Lütemannskamp wird von der Kreuzung Schulstraße im Bereich des Rathauses bis zur Kreuzung mit der Frerener Straße im Stil der neu ausgebauten Straßen im Ortskreis gepflastert. Die Kosten für die gesamte Maßnahme liegen laut Lügering bei rund 1,33 Millionen Euro, die reinen Baukosten bei gut 1,1 Millionen Euro.

Für die Maßnahmen im Bereich Lütemannskamp werden rund 950.000 Euro fällig, rund zweidrittel der Kosten werden mit Mitteln aus der Städtebauförderung finanziert. Anders sieht es im Bereich der Hestruper Straße und des Grabens zum Vogelpohl aus: Die dort anfallenden Kosten schätzt die Bauamtsleiterin auf rund 375.000 Euro: "Dafür gibt es auch keine Förderung, sodass die Gemeinde diese Kosten übernehmen muss. Wir hätten diesen Bereich auch gerne neu pflastern lassen, dies ist ohne Förderung finanziell aber leider nicht möglich." 

Das Ergebnis der Ausschreibung der Baumaßnahmen stellte Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor. Nach seiner Aussage hatten sich 17 Firmen die Ausschreibungsunterlagen heruntergeladen, vier davon haben schließlich auch ein Angebot abgegeben – diese lagen zwischen 982.000 und knapp 1,6 Millionen Euro. "Diese Riesenspanne zeigt, wie der Markt im Baubereich derzeit aussieht. Viele Firmen sind komplett ausgelastet", erklärte Lühn.

Das günstigste Angebot kam von der Firma Mecklenburg & Schlangen in Sögel. "Dieses Unternehmen ist in Lengerich aufgrund einiger Arbeiten ja bereits bestens bekannt", ergänzte Lügering. Vorbehaltlich der Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Emsland – bei derart großen Preisspannen ist auch eine wirtschaftliche Prüfung der sogenannten Auskömmlichkeit notwendig – ist der Auftrag vom Rat einstimmig an das Sögeler Unternehmen vergeben worden. Je nach Baubeginn rechnet die Bauamtsleiterin mit der Fertigstellung im Bereich Oktober / November.

Die Förderung der Baumaßnahme erfolgt dabei über die Programmkomponente "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Damit werden Gesamtmaßnahmen unterstützt, die zur Erhaltung und Entwicklung der Innenstädte und Ortsteilzentren als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben beitragen. 


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