Auftakt im Bistum am Freitag in Lengerich Weihbischof zu den Sternsingern: Ihr kommt mit einem Lächeln

Meine Nachrichten

Um das Thema Lengerich Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mitten durch Lengerich zogen am Freitagnachmittag rund 500 Sternsinger aus dem Bistum zum Abschlussgottesdienst in die Kirche St. Benedikt. Foto: Thomas PertzMitten durch Lengerich zogen am Freitagnachmittag rund 500 Sternsinger aus dem Bistum zum Abschlussgottesdienst in die Kirche St. Benedikt. Foto: Thomas Pertz

Lengerich. Wenn Kinder in Peru gerne tanzen, will Johannes Wübbe kein Spielverderber sein. Also wiegte sich der Weihbischof am Freitag in der Turnhalle der Oberschule im emsländischen Lengerich im Rhythmus der Musik mit. Das passte zum fröhlichen Auftakt der Sternsingeraktion 2019 im Bistum Osnabrück.

So viele junge Königinnen und Könige hatte der kleine Ort in seiner Geschichte noch nicht gesehen: Über 500 Jungen und Mädchen in festlichen Gewändern und mit gekrönten Häuptern waren gekommen, um den Segen des Weihbischofes zu bekommen. Einen Segen, den sie Anfang Januar mit Kreidestrichen an die Häuser im Bistum malen, im Landkreis Osnabrück wie im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Insgesamt rund 10.000 Sternsinger werden Anfang Januar im Bistum Osnabrück unterwegs sein.


Rund 500 Königinnen und Könige fanden sich in der Oberschule in Lengerich ein. Foto: Thomas Pertz


„Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Leitwort der Aktion Dreikönigssingen 2019. Das Land in Südamerika stand deshalb am Freitag in Lengerich im Mittelpunkt. Nicht nur während der Tanzveranstaltung mit den Sternsingern in der Sporthalle. Verena Albers aus Osnabrück, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes ein Jahr in Peru verbracht hat, berichtete den Kindern von ihren Erfahrungen in einer Schule mit behinderten Kindern. Weihbischof Wübbe bezeichnete die Sternsinger aus dem Bistum Osnabrück als „die glaubhaftesten Friedensstifter. Ihr kommt mit einem Lächeln."


Viel Zeit nahm sich Weihbischof Johannes Wübbe am Freitag mit den Sternsingern in Lengerich. Foto: Thomas Pertz


Vor dem Wortgottesdienst hatten die Mitglieder des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) als verantwortliche Organisatoren mit Diözesanpräses Daniel Brinker und dem Pädagogischen Leiter Christian Scholüke an der Spitze die Sternsinger auf ihre Aufgabe eingestimmt. Dazu gehörte neben der kleinen Tanzeinlage, die Elke Marian und Julia Rüther von der Tanzschule Hülsmann aus Fürstenau mit den Kindern – und dem Weihbischof – einstudierten, ein weiterer Workshop, in dem es viel Informatives über Peru zu erfahren gab. Dass so viel „Input“ auch hungrig und durstig macht, war kein Problem. Über 70 Helfer aus der Pfarreiengemeinschaft Lengerich-Bawinkel sorgten dafür, dass niemand die Rückfahrt mit knurrendem Magen antreten musste.

Zuvor aber genossen die über 500 Sternsinger im abschließenden Wortgottesdienst am frühen Abend in der Kirche St. Benedikt das eindrucksvolle Gemeinschaftsgefühl, sich in einer großen Aktion für hilfsbedürftige Gleichaltrige einzusetzen. Dort gab der Weihbischof, der als gebürtiger Lengericher in der Gemeinde viele Bekannte traf, den vier Buchstaben aus dem Wort Peru eine andere Bedeutung. „Plan“, „Energie“, Respekt“ und „Unruhe“ deutete er in Richtung der vielen kleinen Königinnen und Könige im großen Kirchenschiff: Sie haben nach seinen Worten einen Plan, den sie mit viel Energie verfolgen. Dafür gebührt ihnen Respekt. Und die Unruhe steht für ihren Einsatz für andere auch über die Sternsingeraktion hinaus.

Justus Meißner aus dem Lingener Ortsteil Clusorth-Bramhar ist dafür ein Beispiel. Er ist bereits 15 Jahre und seit über fünf Jahren dabei. „Weil‘s für arme Kinder ist“, sagte er kurz und bündig.

Im nächsten Jahr ist Osnabrück Gastgeber der Sternsinger, dann sogar auf Bundesebene. Aus diesem Grund dürfen die Sternsinger Hannah Brinker (13), Tina Hermes (12) sowie die Brüder Tobias (13) und Maximilian (11) Bergmann aus der Kirchengemeinde St. Johannes in Spelle gemeinsam mit Papst Franziskus den in alle Welt übertragenen Neujahrsgottesdienst im Petersdom in Rom feiern und anschließend auf dem Petersplatz den Segen „Urbi et Orbi“ empfangen. An diesem Samstag geht die aufregende Reise los.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN