Viele jüngere Flüchtlinge Noch 100 Asylbewerber in der Samtgemeinde Lengerich

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Ernst Uwe Vollmer (l.) hat sich in der Samtgemeinde Lengerich von Anfang an und bis zu seinem Umzug nach Bayern ehrenamtlich für Flüchtlinge eingesetzt. Foto: Samtgemeinde LengerichErnst Uwe Vollmer (l.) hat sich in der Samtgemeinde Lengerich von Anfang an und bis zu seinem Umzug nach Bayern ehrenamtlich für Flüchtlinge eingesetzt. Foto: Samtgemeinde Lengerich

Lengerich. Seit 2016 geht die Zahl der Asylbewerber im Bereich der Samtgemeinde Lengerich stetig zurück: 100 Personen haben sich Ende November 2018 dort aufgehalten, Ende 2016 waren es 164 Personen. Laut der vom Landkreis mitgeteilten neuen Quote müssen bis Ende 2019 weitere 32 Flüchtlinge aufgenommen werden.

Insgesamt sind der Samtgemeinde Lengerich mit Stand vom 29. November 254 Asylbewerber zugewiesen. "Uns zugewiesen, aber außerhalb von Lengerich leben 81 Personen und 73 Personen sind bislang abgeschoben worden, hier gar nicht angekommen, sind freiwillig ausgereist oder aber untergetaucht", erklärte Lengerichs SG-Bürgermeister Matthias Lühn auf der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates.

Viele sind aus Syrien

Laut dem Verwaltungschef leben die Asylbewerber dezentral in einer samtgemeindeeigenen Liegenschaft in Bawinkel sowie in angemieteten Wohnungen: 59 Personen leben derzeit in Lengerich, 16 in Bawinkel, 13 in Langen und 12 in Gersten, in Handrup und Wettrup leben laut der neuesten Statistik keine Asylbewerber. Die größte Gruppe bilden 33 Personen aus Syrien, weitere Herkunftsländer sind Afghanistan (23 Personen), Serbien (12), Albanien (8), Iran (7) sowie Montenegro, die Russische Föderation, Somalia und der Sudan.

64 haben ein Bleiberecht

Von den 100 Personen haben 64 derzeit einen sogenannten befristeten Aufenthaltstitel und damit Bleiberecht. "Von diesen 64 Personen beziehen 44 Personen Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch und damit Grundsicherung für Arbeitsuchende und zwei Personen Unterstützung nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch. 18 Personen haben eine Arbeit oder leben vom Einkommen von Familienangehörigen", erklärte Lühn.

37 Kinder und Jugendliche

Abschließend erläuterte der Verwaltungschef die Altersstruktur der Asylbewerber: Demnach sind darunter 37 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, 27 Personen sind zwischen 18 und 30 Jahre alt, weitere 29 Personen sind zwischen 31 und 50 Jahren, vier 51 bis 64 und drei sind älter als 65 Jahre. Zudem bedankte sich Lühn bei den weiterhin ehrenamtlich tätigen Flüchtlingshelfern: "Sie leisten eine hervorragende Arbeit. So findet weiterhin jeden Mittwochnachmittag in den Räumen der ehemaligen Gaststätte Erdmann das Café International statt. Das ist damit ein wichtiger Kommunikationspunkt." Zudem würden Sprachkurse angeboten und Fahrdienste geleistet.


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