Brand 2016 im Platzhirsch Bawinkels Bürgermeister weist Intrigenvorwürfe zurück

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In der ehemaligen Gaststätte Platzhirsch an der B 213 in Bawinkel hatte es Ende 2016 gebrannt. Gegen die zwei Inhaber des Gebäudes läuft derzeit vor dem Landgericht Osnabrück ein Verfahren mit dem Vorwurf des versuchten Mordes. Die Angeklagten warfen beim Prozessauftakt dem Bürgermeister "eine Intrige" vor. Foto: Carsten van BevernIn der ehemaligen Gaststätte Platzhirsch an der B 213 in Bawinkel hatte es Ende 2016 gebrannt. Gegen die zwei Inhaber des Gebäudes läuft derzeit vor dem Landgericht Osnabrück ein Verfahren mit dem Vorwurf des versuchten Mordes. Die Angeklagten warfen beim Prozessauftakt dem Bürgermeister "eine Intrige" vor. Foto: Carsten van Bevern

Bawinkel. Einer der beiden wegen versuchten Mordes angeklagten Inhaber der ehemaligen Gaststätte "Platzhirsch" in Bawinkel hatte zum bisher gescheiterten Verkauf des verfallenden Gebäudes Bürgermeister Böcker eine Intrige vorgeworfen. Dieser wies den Vorwurf jetzt zurück und drohte rechtliche Schritte an.

Ende 2016 hatte es in der ehemaligen Gaststätte an der B 213 gebrannt. Neun der zu diesem Zeitpunkt im Obergeschoss wohnenden Flüchtlinge im Alter zwischen 22 und 26 Jahren konnten das Gebäude seinerzeit unverletzt verlassen. Die Anklage wirft den 31 und 29 Jahre alten Inhabern versuchten Mord, Brandstiftung und Versicherungsbetrug vor. Sie sollen in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt und beschlossen haben, den gastronomischen Betrieb anzuzünden, um Geld von der Gebäude- und Hausratsversicherung zu erhalten.

Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Platzhirsch in Bawinkel verfällt zusehends. Zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt, hatte es dort Ende 2016 gebrannt. Foto: Carsten van Bevern


Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Osnabrück hatte einer der Angeklagten dem Bürgermeister im Zusammenhang mit dem bislang nicht erfolgten Verkauf des mehr und mehr verfallenden Gebäudes "eine Intrige" vorgeworfen. Diesen Vorwurf haben Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn, Bawinkels Bürgermeister Adolf Böcker und sein Stellvertreter Hans-Peter Langels auf der jüngsten Gemeinderatssitzung zurückgewiesen.

In der von Lühn vorgelesenen Erklärung heißt es wörtlich: "Der geäußerte Vorwurf einer möglichen Intrige des Bürgermeisters ist in keiner Form haltbar, er ist im hohen Maße ehrverletzend und beleidigend. Die Gemeinde Bawinkel hat sich seit über zwei Jahren in Gesprächen mit den Eigentümern und deren Rechtsanwalt für eine Lösung der bestehenden Probleme rund um die Immobilie Platzhirsch eingesetzt.  

Dabei waren immer als Lösung sowohl das Umsetzen eines entsprechenden Konzeptes über einen Investor, oder aber auch ein Kauf durch die Gemeinde Bawinkel möglich gewesen. Dieses Vorgehen war auch mit dem Gemeinderat Bawinkel abgestimmt.

Seit einem weiter ungeklärten Brand Ende 2016 ist das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Platzhirsch in Bawinkel unbewohnbar. Foto: Carsten van Bevern


Die Verhandlungen wurden dabei von Seiten der Gemeinde Bawinkel offen und direkt geführt. Die Gemeinde Bawinkel hätte zum damaligen Zeitpunkt rechtlich nicht die Möglichkeit gehabt, einen Verkauf der Immobilie an einen Dritten zu verhindern, da es in diesem Fall kein Vorkaufsrecht gab. Das es zu keinem Verkauf der Immobilie gekommen ist, liegt daher ausschließlich an den Eigentümern und deren Rechtsanwalt. "

Der Vorwurf einer Intrige vom Bürgermeister "wird hiermit entschieden zurückgewiesen. Sollte diese Behauptung weiterhin öffentlich vom betreffenden Eigentümer der Immobilie Platzhirsch verbreitet werden, werden rechtliche Schritte zur Unterlassung in Erwägung gezogen."


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