Feier zum 25-jährigen Bestehen Airbus und BMW sind Kunden von Barth Elektronik in Lengerich

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Daniel Barth interessiert sich seit seiner Jugendzeit für Technik und hat noch während seiner Schülerzeit im Jahr 1993 ein Gewerbe angemeldet, heute beschäftigt er an seinem Standort im Gewerbegebiet BW-Depot in Lengerich elf Mitarbeiter. Das Foto zeigt dem Firmengründer im Jubiläumsjahr am kollaborativen Roboter, der gemeinsam mit Menschen arbeitet.  Foto: Anne BremenkampDaniel Barth interessiert sich seit seiner Jugendzeit für Technik und hat noch während seiner Schülerzeit im Jahr 1993 ein Gewerbe angemeldet, heute beschäftigt er an seinem Standort im Gewerbegebiet BW-Depot in Lengerich elf Mitarbeiter. Das Foto zeigt dem Firmengründer im Jubiläumsjahr am kollaborativen Roboter, der gemeinsam mit Menschen arbeitet. Foto: Anne Bremenkamp

Lengerich. Seit 25 Jahren gibt es die Barth Elektronik GmbH. Weltweit tätige Konzerne wie Airbus, BMW oder Huawei zählen heute zu den Kunden der in Lengerich ansässigen Firma. Speicherprogrammierbare Steuerungen („SPS“) im Miniaturformat sind das Hauptprodukt von Daniel Barth und seinen inzwischen elf Mitarbeiter.

Seit seiner Kinder- und Jugendzeit ist der in Lingen geborene Daniel Barth Technik-Freak. Was 1979 mit dem ersten Lego-Baukasten unter dem heimischen Weihnachtsbaum begann, führte 1993 noch in seiner Schulzeit zur Anmeldung eines Gewerbes und nur ein Jahr später entwickelte er elektronische Bauteile, um ein Quad verkehrssicher umrüsten zu können. Noch heute, 25 Jahre nach Gründung des Unternehmens, bietet Barth diese Komponentensets zur Umrüstung der kleinen Geländefahrzeuge an.


Das im Lengericher Gewerbegebiet BW-Depot ansässige Unternehmen Barth Elektronik besteht seit 25 Jahren. Seit 10 Jahren Jahren gibt es nebenan auch die Barth mobil GmbH von Daniel Barths Bruder Simon (von links) der damalige Bürgermeister Josef Duisen, Daniel und Simon Barth, Angelika Lügering, Gerd Wübbe und Matthias Lühn. Foto: Barth mobil


1996 erhält er das erste eigene Patent für einen elektronischen Geschwindigkeitsbegrenzer für Quads. Im Jahr 2000 nach Beendigung seines Studiums der Elektrotechnik und der Technischen Betriebswirtschaft erhält der Ingenieur schließlich die Möglichkeit, sich mit seiner kleinen Firma im Gewerbegebiet BW-Depot in Lengerich ansiedeln zu können. Noch heute erinnert er sich daran, wie er dem damaligen und 2011 verstorbenen Bürgermeister Josef Duisen seine Geschäftsidee vorstellte: "Ein aufwendig verfasstes schriftliches Geschäftskonzept war dazu gar nicht nötig. Er wollte aber schon genau wissen, mit wem er es zu tun hat." Menschlich passte es und ein kräftiger Händedruck besiegelte schließlich in bekannter Duisen-Manier Barths Ansiedlung in Lengerich.


Das im Lengericher Gewerbegebiet BW-Depot ansässige Unternehmen Barth Elektronik besteht seit 25 Jahren. Zur offiziellen Feier gratulierten Firmengründer Daniel Barth (r.) auch Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn (l.) und Bürgermeister Gerd Wübbe. Foto: Barth Elektronik


Eine Entscheidung, die in Lengerich bis heute nicht bereut wird. "Wir sind sehr froh, mit der Firma Barth ein so innovatives und erfolgreiches Unternehmen im Gewerbegebiet BW-Depot zu haben", erklärte der heutige Bürgermeister Gerd Wübbe jetzt bei der offiziellen Feier zum 25-jährigen Firmenbestehen. Da die Firma Barth eines der ersten Unternehmen im früheren Bundeswehrdepot gewesen sei, besteht laut Wübbe auch "schon eine sehr lange und partnerschaftliche Beziehung zum Unternehmen. Das hat auch dazu geführt, dass sich über diese Firma dort schon einige weitere Unternehmen angesiedelt haben."


Für die offizielle Feier konstruierten und bauten Mitarbeiter von Barth Elektronik auch eine automatische Cocktail-Mischmaschine. Foto: Barth Elektronik


Kontinuierlich ging es voran. 2004 wurden die Produkte erstmals auf einer Messe in den Niederlanden präsentiert. In Fachkreisen nahm die Bekanntheit der Firma Barth schließlich vor allem durch die Entwicklung von äußerst robusten, speicherprogrammierbaren Steuerungen („SPS“) im Miniaturformat weiter zu. Inzwischen sind sie das Hauptprodukt der auch personell stetig wachsenden Firma.


Über das Firmenjubiläum freuen sich Gründer Daniel Barth (Zweiter v.r.) gemeinsam mit seiner Familie, Mitarbeitern und Vertretern der Samtgemeinde und der Gemeinde Lengerich. Foto: Anne Bremenkamp


SPS sind Geräte zur Steuerung oder Regelung einer Maschine oder einer Anlage. Inzwischen hat sich Daniel Barth für seine weltweit zu den kleinsten und aufgrund der wasserfesten Bauweise gleichzeitig robustesten Mini-SPS auch den Markennamen Lococube ("Logic controller cube") gesichert. "Wenn es in zehn Jahren bei einem Problem heißt, dafür nimmst du am besten eine Lococube, das wäre schon etwas", berichtet Barth in einem Gespräch mit unserer Redaktion.


Es wird viel getüftelt und neu entwickelt bei der Barth Elektronik GmbH. Foto: Anne Bremenkamp


So einige der weltweit größten Konzerne von Airbus, MAN und Volvo über TUI Cruises, Leica und der Leonie AG bis hin zu den Autozulieferer-Giganten Autoliv und der ZF Friedrichshafen AG zählen aber auch heute schon zu seinen Kunden. Und über die Firma RS Components werden die Produkte "Made in Lengerich" seit einigen Jahren neben den USA in mehr als 50 Ländern auf der ganzen Welt vertrieben.


Auf Mini-SPS ist die Firme Barth Elektronik spezialisiert. Foto: Barth Elektronik


Wie wohl sich Barth in Lengerich fühlt, zeigt auch, dass er das Haus für seine vierköpfige Familie gerade neben seinem Firmensitz baut. Anschließend soll die bisherige Wohnung im Dachgeschoss des Firmen- und ehemaligen Wachgebäudes zu Schulungsräumen und weiteren Büros umgebaut werden. "Wir brauchen einfach mehr Platz." Und davon könnte Barth bald noch mehr benötigen. Denn eines seiner neuesten Projekte ist die Zusammenarbeit mit einem Entwickler von Diesel-Hardware-Nachrüstsystemen. 



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