Gymnasium Leoninum unterwegs Mit offenem Herzen und Verstand von Handrup nach Spanien

Von Johannes Franke

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Weihbischof Johannes Wübbe segnet die über 1400 Teilnehmer während des Gottesdienstes vor ihrer langen Reise nach Spanien. Foto: Johannes Franke
Foto: Johannes FrankeWeihbischof Johannes Wübbe segnet die über 1400 Teilnehmer während des Gottesdienstes vor ihrer langen Reise nach Spanien. Foto: Johannes Franke Foto: Johannes Franke

Handrup. Über 1400 Schüler und Lehrer vom Gymnasium Leoninum in Handrup sind am Montagmorgen nach Spanien gefahren.

Nach dem Entsendegottesdienst mit Weihbischof Johannes Wübbe fuhr die Schulgemeinschaft mit 26 Bussen in den Süden. Vor Ort werden etwa 2000 Menschen sein. Eine Gruppe, überwiegend Eltern, fuhr bereits am Samstag nach Spanien.   

Pilgern

Pilgern auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela zur Jahrtausendwende, Romfahrt 2005, 2011 auf den Spuren des Heiligen Paulus in Griechenland: Die Schulgemeinschaft des Leoninums hat vschon einige ungewöhnliche Fahrten hinter sich. Und nun ins Herz Spaniens, nahe bei Madrid. 

T-Shirts mit Aufdruck „Spanien 2018“

Rote T-Shirts und gelbe Käppis mit der Aufschrift „Spanien 2018“ tragen alle Teilnehmer und sind somit in ihren Zielorten Salamanca, Toledo, Avila und Madrid nicht zu übersehen. „Spanien spielt im kollektiven Gedächtnis unserer Schulgemeinschaft eine herausragende Rolle mit guten Beziehungen, Schüler- und Lehreraustauschen und gemeinsamen Projekten, die uns mit den sechs Schulen der Herz-Jesu-Priester dort verbinden“, sagt Schulleiter Franz-Josef Hanneken. Nun fährt die Schulgemeinschaft in das Herz dieses Landes, hinein in seine Geschichte, seine Kultur – und vor allem zu den Menschen.

"Gelingende Offenheit"

 „Denn darum geht es uns auch mit dieser Fahrt: um ein Treffen mit Schülerinnen und Schülern dieser spanischen Schulen“, betont der Schulleiter. Er, das Kollegium und alle Schüler tragen ihr rotes T-Shirt mit der Aufschrift: „with open heart and mind“ – mit offenem Herzen und Verstand. Die Reise nach Spanien entspricht dem Motto, das die Herz-Jesu-Priester für ihren Dienst an der Heranbildung junger Menschen entwickelt haben. Das Logo betont mit dem Herz-Jesu-Kreuz inmitten des „O“ den wirklichen Grund für eine gelingende Offenheit, formuliert Hanneken im Reiseführer. 


Vor dem gemeinsamen Gottesdienst herrscht Gewusel auf dem Busparkplatz. Alles ist aber bestens organisiert und jeder findet seinen Platz. Foto: Johannes Franke


Den halten die Schüler in Händen, ihre Gepäck ist bereits verstaut,  gut gemeinte Ratschläge bekommen sie von den Eltern mit auf den langen Weg. „Ich freue mich jetzt besonders darauf, die Spanier zu treffen. Mit einer Schülerin hatte ich bereits mehrfach Kontakt und freue mich, sie kennenzulernen“, freut sich Johanna aus der Klasse 8f. Wie sie sind alle sehr gespannt auf die pulsierende Hauptstadt, wo sie auch als Fußballfans das Estadio Santiago Bernabéu besichtigen werden.


Alle erhalten gelbe Käppis - eine schöne rot-gelbe Gemeinschaft am Gymnasium Leoninum in Handrup. Foto: Johannes Franke


 „Aber wir freuen uns vor allem auf die Klassengemeinschaften“, sagt Mitschülerin Frieda. Kim aus der Klasse elf weiß, welche Städte besichtigt werden, ist wie seine Mitschüler gespannt auf die Brieffreunde, mit denen sie sich am Freitag und Samstag treffen werden. Wer den genauen Ablauf der Reise oder die Partnerschulen, spanisch Colegio, nicht auswendig kennt, schaut auf die Rückseite des T-Shirts. Sechs sind es in Alba de Tomes, Madrid, Novelda, San Javier, Puente la Reina und Venta de Baños. Die Vorfreude ist bei allen groß, und so denken sie noch gar nicht an die fast 2000 Kilometer und die Nachtfahrt bis zum Ziel. 

„Das schaffen wir schon“

„Das schaffen wir schon“, ist sich Anna aus der elften Klasse sicher. Auch Betreuerin Rosa-Maria Möllering freut sich auf eine interessante Fahrt, auf viele schöne Erfahrungen, das schöne Zusammensein und die Begegnungen mit den deutschen und spanischen Schülern von den Partnerschulen, die auch vom Orden geleitet werden. Bis zur Abfahrt warten die Eltern und wissen ihre Kinder gut aufgehoben. „Wir wünschen allen viel Spaß, schöne Erlebnisse und eine gute Gemeinschaft“, hoffen die Mütter Judith und Birgit.


Weihbischof Johannes Wübbe segnet die über 1400 Teilnehmer während des Gottesdienstes vor ihrer langen Reise nach Spanien. Foto: Johannes Franke


 Im Bus kontrollieren die Begleitpersonen die Teilnehmerlisten, sind ein wenig angespannt, doch alle sind anwesend. „Es ist schon ein großes Abenteuer, es gibt immer Dinge, die kann man nicht vorausplanen. Hier gilt es zu improvisieren und aus dieser spannenden Fahrt das Beste zu machen. Ich freue mich darauf“, sagt der Claudius Reinke, Tutor einer elften Klasse. Anspannung und Aufregung gehören auf jeden Fall dazu, bemerkt auch Schulleiter Franz-Josef Hanneken während der Begrüßung zum Entsendegottesdienst. „Wir freuen uns aber sehr auf unsere gemeinsame Fahrt, die wir unter den Segen dessen stellen, in dessen Namen wir uns auf den Weg machen. 


Die Schüler der Klasse 8 f freuen sich sehr auf ihre erste gemeinsame Schulfahrt nach Spanien. Foto: Johannes Franke


Es ist ein wundervolles Bild, was wir von hier sehen“, sagt er in die große Runde blickend. Sein Willkommen gilt auch einigen Kommunalpolitikern und Weihbischof Johannes Wübbe, der mit Ordensgeistlichen den Gottesdienst zelebrierte. „Die Fahrt tut euch, tut der Schule gut. Und wenn ihr etwas nervös seid, das gehört einfach dazu“, bemerkt der Weihbischof, und wünschte allen eine gute, eine gesegnete Fahrt. Um elf Uhr fahren 26 Busse Richtung Süden „und wir alle sind gespannt darauf, was uns im Herzen Spaniens begegnen wird“, verabschiedet sich der Schulleiter bis zum Wiedersehen in der nächsten Woche.  


Die Bus-Kolonne ist auf dem langen Weg nach Spanien. Bus Nummer 26 bildet den Abschluss, dem wie vorher auch zugewunken wird. Foto: Johannes Franke



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