Zum zweiten Mal Gastgeber Kolpinger kicken und feiern in Langen

Von Jannis Gövert

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goev Langen . Am Wochenende, 27. bis 29.Juli 2018, ist in Langen die 42. Deutsche Kolping-Fußballmeisterschaft veranstaltet worden. 32 Mannschaften aus 15 Kolpingfamilien haben sich sowohl im Sport als auch im Feiern gemessen.

Die Kolpingsfamilie Langen war nach zehn Jahren bereits zum zweiten Mal Gastgeber des jährlich stattfindenden Fußballturniers. Hierzu kommen Kolpingfamilien aus allen Teilen Deutschlands zusammen. Das ist, vor allem bei der Jugend, nur möglich, da der Termin immer auf das Wochenende gelegt wird, an dem in ganz Deutschland Ferienzeit ist. Den längsten Anfahrtsweg hatte in diesem Jahr die Kolpingsfamilie aus Beilngries (Bayern) mit mehr als 600 Kilometern. Doch wie am Freitag zu sehen war, konnten auch solch lange Anfahrten die Stimmung der Teilnehmer nicht trüben. Nachdem gegen 16 Uhr der Großteil der Kolpingfamilien angereist war, war die Stimmung bereits ausgelassen.

Als Unterkünfte hatten die Veranstalter die Sporthalle, das Gemeindezentrum und das alte Pfarrheim freigeräumt. Außerdem gab es einen Zeltplatz auf dem Schulhof. „Wir sind froh, alle Teilnehmer in der Nähe der Sportplätze unterbringen zu können. Das macht es für die Spieler sehr viel einfacher, hin- und herzukommen“, sagte Torsten Schomaker, Vorstandsmitglied der Kolpingfamilie Langen.

Gespaltene Meinungen über das Wetter

Die Spiele in den fünf Klassen Herren, Damen, Jugend, Ü32 und Ü45 begannen am Samstag und Sonntag um 9 Uhr. Gespielt wurde auf drei Plätzen am Gemeindezentrum Langen. Ausnahme waren die Samstagsspiele der Herren, die in Gersten gespielt wurden. Viele Spieler hatten aufgrund der beiden Feten am Freitag- und Samstagabend einige Probleme, um diese Zeit bereits anzufangen. Für den Transport der Spieler standen drei Shuttlebusse zur Verfügung.

Das regnerische Wetter am Samstagmittag führte zu zwiegespaltenen Meinungen. „Jetzt hat es drei Wochen nicht geregnet und dann ausgerechnet beim Kolping-Turnier“, sagten mehrere Spieler des Gastgebers Langen, nachdem wegen des plötzlichen Schauers sogar ein Spiel unterbrochen werden musste. Spieler der anderen Mannschaften freuten sich hingegen über die Abkühlung. Um neben dem Sport auch dem kirchlichen Teil des Kolping gerecht zu werden, wurde am Samstagabend ein Familiengottesdienst in der Langener Kirche gefeiert. Thema waren Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Fußball.

Keine Erfolge für den Gastgeber

Der Gastgeber aus Langen konnte in den Finalspielen am Sonntag keinen Titel für sich beanspruchen. Lediglich in der Klasse Ü45 konnte ein Erfolg errungen werden, hier spielten jedoch auch nur zwei Langener Mannschaften gegeneinander. Alle anderen Kolpingfamilien hatten ihre Mannschaften zurückgezogen. „Es ist schade, dass unser Versuch, die Ü45-Gruppe wiederzubeleben, nicht so erfolgreich war. Aber es ist ein Anfang“, sagte Christoph Pipping, Vorstandsmitglied und selber Spieler der Ü-45-Mannschaft, bei der Pokalvergabe. Zwei weitere Mannschaften aus Langen scheiterten im Finale, die Ü32 und die Damen als Titelverteidigerinnen. Die Trauer darüber, verloren zu haben, hielt sich jedoch in Grenzen. „Dann holen wir uns den Pokal eben im nächsten Jahr“, sagten die Spielerinnen der Damenmannschaft.

Suche nach neuen Bewerbern

Die Veranstalter sind zufrieden mit dem Ablauf. Sie erhielten großes Lob für den reibungslosen Ablauf von Langens Bürgermeister Franz Uhlenberg und dem Bürgermeister der Samtgemeinde Lengerich, Matthias Lühn. Sie lobten auch die Spieler für ihre Fairness. Dank galt ebenso den vielen Helfern, die „mit großer Motivation von morgens bis abends gearbeitet haben“.

Die Verantwortlichen wünschen sich, dass dieses Turnier auch in den folgenden Jahren stattfinden kann. Sowohl Burkhard Koldehoff, Vorsitzender der Kolpingfamilie Langen, als auch Otto M. Jacobs vom Bundesverband appellierten an die anwesenden Kolpingfamilien, sich als Veranstalter für die nächsten Jahre zu bewerben. „Hier kommt es zu so vielen neuen Begegnungen, da wäre es schade, wenn wir die Tradition nicht fortführen könnten“, sagten beide.


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