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300 Einsatzkräfte vor Ort Hoher Schaden nach Großbrand von Pferdezuchtbetrieb in Wettrup

Von Hermann Bojer und Julia Mausch


Wettrup. Ein Feuer hat am Donnerstagabend mehrere Ställe eines Pferdezuchtbetriebes in Wettrup (Samtgemeinde Lengerich) erfasst. Mittlerweile sind die Brandherde unter Kontrolle.

Zu einem Großbrand ist es an der Straße Moorhook gekommen. Strohballen hatten Feuer gefangen. Das Feuer breitete sich zunächst auf den Dachstuhl, im weiteren Verlauf auf das gesamte Gebäude aus. Auch Teile des angrenzenden Wohnhauses wurden durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen und stark beschädigt. Durch Funkenflug und die Trockenheit entstanden weitere Brandherde, so dass unter anderem eine Remise und ein Strohlager Feuer fingen. Zudem griff das Feuer auch auf eine Ackerfläche über.

Feuer unter Kontrolle

Einsatzkräfte von insgesamt 19 Feuerwehren wurden alarmiert. Noch am Abend konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, die Löscharbeiten dauern noch an. Wie das Feuer entstanden ist, muss die Polizei noch ermitteln. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen. Laut Ines Kreimer, Sprecherin der Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim, konnten am Donnerstag sämtliche Pferde durch den Eigentümer sowie freiwillige Helfer gerettet werden. Nach Informationen unserer Redaktion waren es 50 bis 60 Tiere.

Ein Feuer hat am Donnerstagabend mehrere Ställe eines Pferdezuchtbetriebes in Wettrup (Samtgemeinde Lengerich) erfasst. Foto: Hermann Bojer

Während die Pferde gerettet werden konnte, gestaltete sich die Löschung des Pferdezuchtbetriebes schwierig. Problematisch war die Versorgung mit Löschwasser. Rund zwei Dutzend Landwirte sowie örtliche Speditionen brachten mit Wasser gefüllte Güllefässer und Silo-Auflieger zum Brandort. Genau dort hatte die Polizei mit Schaulustigen zu kämpfen, die die Arbeiten der Retter zusätzlich durch zugeparkte Anfahrtswege erschwerten.

300 Einsatzkräfte vor Ort

Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand. Ersten Erkenntnissen zur Folge beläuft sich der Gesamtschaden auf mehrere hunderttausend Euro, heißt es seitens der Polizei. Es waren über 300 Einsatzkräfte vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz war zur medizinischen Versorgung aber auch zur Verpflegung der vielen Kräfte eingebunden. Die Polizei Lingen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


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