Tag der offenen Tür am 16. Juni Briri in Bawinkel: Von der Dorfschmiede zum Produzenten

Von Carsten van Bevern


Bawinkel. Von einer seit Ende des 19. Jahrhunderts bestehenden Dorfschmiede hat sich Briri in Bawinkel zum Produzenten für Landmaschinen mit knapp 70 Mitarbeitern entwickelt. Vor 40 Jahren verließen die ersten Güllewagen das Werk, welches am kommenden Samstag besichtigt werden kann.

1880 ist der Handwerksbetrieb der Familie Brink erstmals erwähnt worden, der Hufbeschlag gehörte zu dieser Zeit zu den typischen Aufgaben der Dorfschmiede. Ab 1918 führte der Schmiede- und Hufbeschlagmeister Franz Brink das Unternehmen. 1954 heiratete der Schmiede- und Hufbeschlagmeister Alfons Riepenhausen in das Familienunternehmen ein. Im Zuge dessen wurde der einstige Firmenname Brink zum heute noch gültigen Namen Briri.

Hufbeschlag und Reparaturen

1960 kam der Vertrieb von Kramer Schleppern, Futtermixers, Anhängern und Mähern dazu, ab 1967 wurden Ballenförderer hergestellt und landwirtschaftliche Maschinen repariert. 1978 wurde mit der Aufnahme der Produktion von Güllewagen der Grundstein des heutigen Spezialisten für organische Düngung gelegt.

1990 übernahm Landmaschinenmechanikermeister Franz-Josef Riepenhausen die Geschäftsführung des Unternehmens, welches mittlerweile 25 Mitarbeiter beschäftigt. 1998 präsentiert sich das mittelständische Unternehmen erstmals auf einer internationalen Messe, und im Jahr 2000 umfasst die Fertigungspalette Fräsen, Kehrmaschinen sowie Güllewagen mit Gülleverteilern und Güllerührwerken. 2004 übernimmt Briri die Fertigung der Kemper Stalldung- und Kompoststreuer und ist damit zum Spezialisten im Bereich der organischen Düngung geworden.

Große Feldvorführung

2008 steigt schließlich der Wirtschaftsingenieur Markus Riepenhausen ins Unternehmen ein und führt seitdem gemeinsam mit seinem Vater die Geschäfte. 2011 ergänzen Gülletransportwagen das Angebot, nur ein Jahr später wird die Produktionsfläche am Standort an der Mäske 4 in Bawinkel um 720 auf 10000 Quadratmeter erweitert. Nach einjähriger Bauphase wird dort 2016 auch das neue zweistöckige Verwaltungsgebäude bezogen. Die Belegschaft umfasst zu dieser Zeit 60 Mitarbeiter, aktuell sind es nach Angaben des technischen Leiters Thomas Bruns knapp 70.

In der Verwaltung arbeiten 15 Personen in der Entwicklung, im Einkauf, Vertrieb und in der Buchhaltung. In der Produktion sind 55 Monteure, Metallbauer, Mechatroniker und Schweißer mit der Herstellung von jährlich 220 bis 250 Fahrzeugen für bis zu 31000 Liter Flüssig- und 21 Tonnen Festdünger beschäftigt. Ausgebildet wird auch, und zwar im Bereich Metallbau, zum Mechatroniker oder zum Fachlageristen.

Werksbesichtigung möglich

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Aufnahme der Fahrzeugproduktion lädt das Unternehmen alle Interessierten am kommenden Samstag, 16. Juni, zu einem Tag der offenen Tür ein. Dieser beginnt um 11 Uhr. Neben Kinderaktionen gibt es geführte Werksbesichtigungen und eine Maschinenausstellung und ab 14 Uhr direkt neben dem Werk eine Feldvorführung der neuesten Briri-Technik.

Für Verpflegung ist den Tag über gesorgt, es gibt Eis und am Nachmittag Kaffee und Kuchen vom Landfrauenverein. Für geladene Gäste, Mitarbeiter und Kunden gibt es am Abend zuvor bereits ein großes Fest, und die Mitglieder des niedersächsischen Lohnunternehmerverbandes werden am heutigen Donnerstag bereits an der Mäske 4 erwartet.