Zuschuss dank Förderprogramm Weitere E-Ladesäule in Lengerich?

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In Lengerich könnte aufgrund eines neuen Förderprogramms zu reduzierten Kosten eine weitere E-Ladestation errichtet werden. Gibt es dafür aber überhaupt einen Bedarf? Bislang gibt es eine solche Station auf dem Parkplatz vor dem Rathaus der Samtgemeinde. Foto: Carsten van BevernIn Lengerich könnte aufgrund eines neuen Förderprogramms zu reduzierten Kosten eine weitere E-Ladestation errichtet werden. Gibt es dafür aber überhaupt einen Bedarf? Bislang gibt es eine solche Station auf dem Parkplatz vor dem Rathaus der Samtgemeinde. Foto: Carsten van Bevern

Lengerich. In der Gemeinde Lengerich kann dank eines Förderprogramms des Bundesverkehrsministeriums zu reduziertem Preis eine weitere Ladesäule für E-Autos aufgebaut werden. Gibt es dafür aber überhaupt einen Bedarf? Dies war jetzt Thema auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

„Ladeinfrastruktur Elektrofahrzeuge in Deutschland“: Mit diesem Programm fördert das Bundesverkehrsministerium von 2017 bis 2020 mit 300 Millionen Euro bundesweit den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. „Die Firma Innogy beabsichtigt, diese Förderung in der Samtgemeinde Lengerich für den Aufbau einer weiteren Ladesäule zu nutzen“, erklärte Lengerichs SG-Bürgermeister Matthias Lühn auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. So habe die Samtgemeinde mit Innogy hierzu auch bereits eine Absichtserklärung abgeschlossen.

Ladesäule beim Rathaus

Aktuell steht laut dem Verwaltungschef „seit rund vier oder fünf Jahren“ auf dem Parkplatz beim Rathaus eine Ladesäule: „Nach meiner Erfahrung wird die Säule noch nicht so intensiv genutzt. Ich selber habe dort zweimal einen Ladevorgang gesehen.“ Inzwischen sind die Fördermittel für den Bau einer Ladesäule genehmigt. Neu war laut Lühn für die Gemeinde aber Ende 2017 die Information, dass die Säule von der Kommune mitfinanziert werden muss – insgesamt würden für die Säule und den achtjährigen Betrieb für die Gemeinde gut 9900 Euro anfallen.

Genaue Nutzung nicht bekannt

„Also ich sehe die Notwendigkeit für eine weitere Ladesäule bei uns nicht so unbedingt“, erklärte CDU-Ratsmitglied Robert Maue. Wie oft aber ist die Säule genutzt worden? „Dazu können wir nichts sagen, das halten wir nicht nach“, erklärte Innogy-Pressesprecherin Julika Gang auf Nachfrage unserer Redaktion. Generell sei dort aber jedes Fahrzeug ladbar und mit einem monatlich 4,95 Euro kostenden Vertrag liege eine Kilowattstunde Ökostrom dort bei 30 Cent. „Und die Zulassungszahlen für E-Fahrzeuge steigen seit Jahren stetig.“

In Lengerich soll nun vor einer endgültigen Entscheidung der Bedarf ermittelt und ein möglicher Standort gesucht werden.


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