Anbau eingeweiht Beliebtes Backhaus in Gersten ist gewachsen

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Den kirchlichen Segen erteilte Pater Christoph Kübler, assistiert von Werner Kuper, Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Gersten. Foto: Heinz KrüsselDen kirchlichen Segen erteilte Pater Christoph Kübler, assistiert von Werner Kuper, Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Gersten. Foto: Heinz Krüssel

Gersten. „För us is dat vandage nen feinen Dag: usen Anbau is ferrig un sall inweiht wern.“ Mit diesen Worten hat sich Werner Kuper, Vorsitzender des Heimat- und Traditionsvereins Gersten, über die Erweiterung des Backhauses gefreut.

Das Backhaus ist um einen funktionalen Anbau im Fachwerkstil erweitert worden. „Wir freuen uns und sind dankbar, dass ein lang gehegter Wunsch jetzt Wirklichkeit geworden ist“, betonte Vorsitzender Kuper. Das stark frequentierte Backhaus habe dringend eine behindertengerechte Toilettenanlage benötigt. Gerade beim Besuch von Kindern und älteren Gästen sei es lästig gewesen, diese „bei Bedarf“ zum Hof Lindemann zu bitten. Auch eine Kücheneinrichtung, die den Hygieneansprüchen gerecht werde, sei eingebaut worden.

Fast 50 Prozent durch Leader-Mittel finanziert

Insgesamt seien Kosten in Höhe von rund 72 000 Euro entstanden, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn. Er gratulierte dem Heimat- und Traditionsverein zum tollen Werk. Lühn zeigte sich überzeugt, dass das erweiterte und modernisierte Gesamtkonzept der Anlage des Heimat- und Traditionsvereins Gersten am Hof Lindemann die Mitglieder weiter motiviere und von den Bürgern und Gästen gerne angenommen werde. Der Wunsch des Vereins habe nur umgesetzt werden können, weil EU-Mittel aus dem Leader-Programm in Höhe von 35 000 Euro genehmigt worden seien, erläuterte Lühn. Den Rest haben die Gemeinde Gersten und der Verein in Form von Eigenleistungen übernommen.

Salz und Brot von den Nachbarn

Gemeinsam mit den Gästen und Vereinsmitgliedern, die im vergangenen Jahr kräftig mit angepackt hatten, galt es, das gelungene Werk gebührend feiern. Ein Willkommen galt Samtgemeindebürgermeister Mathias Lühn und seiner allgemeinen Vertreterin Angelika Lügering, Gerstens Bürgermeister Karl Köbbe und den Ratsmitgliedern sowie den Nachbarn einschließlich den Vertretern der Feuerwehr. Diese hatten einen prächtigen Empfangsbogen gebunden und überreichten Brot und Salz. Brot stehe für „gutes Essen, wie man es hier so gewohnt ist“. Salz sei früher kostbar und etwas für reiche Leute gewesen. Es stehe somit für Wohlstand, hieß es seitens der Nachbarn.

Bürgermeister: Beispielhaftes Engagement

Bürgermeister Köbbe wies auf das beispielhafte ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder hin. Nur so habe das Projekt verwirklicht werden können. Er wandelte das bekannte Kinderlied ab: „Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zum Gerstener Backhaus gehn.“ Die Gemeinde Gersten habe ihren Anteil gerne dazu gegeben, sagte Köbbe. Den kirchlichen Segen erteilte Pater Christoph Kübler von der Pfarreiengemeinschaft Lengerich-Bawinkel.

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