Tag der offenen Klöster Handruper Kloster erwartet am 21. April viele Gäste

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Handrup. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der offenen Klöster“ öffnen das Herz-Jesu-Kloster Handrup und der benachbarte Schwesternkonvent der Thuiner Franziskanerinnen am Samstag, 21. April, ihre Pforten.

Um 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Um 16.30 Uhr eine Führung vorgesehen. Das Programm endet um 17.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gebet. Rektor Pater Márcio Auth SCJ hofft auf zahlreiche Besucher. „Viele Menschen haben vom Klosterleben völlig falsche Vorstellungen. Wir Ordensleute wollen uns nicht hinter Klostermauern verstecken, sondern auf die Menschen zugehen.“

Orden in 42 Ländern aktiv

Gemäß ihrem Ordensgründer, dem französischen Priester Léon Gustave Dehon (1843-1925) wirke der in 42 Ländern tätige Orden mit rund 2200 Mitbrüdern vor allem in der Bildung für junge Menschen. Beispielhaft nannte er das Gymnasium Leoninum in Handrup.

Pater Márcio Auth SCJ stammt aus Brasilien

Der 41-jährige Pater Auth stammt aus einem kleinen Ort im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, der im äußersten Süden des Landes liegt und spricht exzellentes Deutsch. Er ist Nachfahre von Deutschen, die Mitte des 19. Jahrhunderts in den Süden Brasilien auswanderten, um den Landstrich als Landwirte urbar zu machen. Noch immer wird in den Familien der dortigen Region Deutsch gesprochen, so auch im Elternhaus von Pater Auth.

Mit 18 Jahren das Noviziat begonnen

Aufgewachsen in einer katholischen Umgebung besuchte er ab 13 Jahre eine Missionsschule der Herz-Jesu-Priester. Nach Abschluss der Schule begann er mit 18 Jahren das Noviziat, um Priester zu werden. Die Herz-Jesu-Priester hätten durch ihr überzeugendes Wirken seine Entscheidung maßgeblich beeinflusst und seien ihm zu wichtigen Vorbildern geworden.

Seit August 2014 Rektor in Handrup

2003 begann Pater Auth, der die brasilianische und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ein Studium der Theologie in Freiburg. Danach war er von 2010 bis 2012 als Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft Lengerich/Bawinkel tätig. Anschließend wirkte er in der Niederlassung der Herz-Jesu-Priester in Berlin. Seit August 2014 ist er Rektor in Handrup.

„Handruper Kloster zu einem geistlichen Zentrum der Region ausbauen“

Zum Herz-Jesu-Kloster gehören insgesamt neun Patres im Alter von 34 bis 85 Jahren, sechs von ihnen sind Deutsche und drei Brasilianer. Zur deutschen Ordensprovinz zählen nur noch 45 Priester, während in Brasilien rund 300 Herz-Jesu-Priester tätig sind. Das Handruper Kloster möchte Auth zusammen mit seinen Mitbrüdern weiter zu einem geistlichen Zentrum der Region ausbauen.

„Die Kirche muss Strukturen aufbrechen und Neues wagen“

„Die Kirche muss Strukturen aufbrechen und Neues wagen“, betont der Geistliche und fügt hinzu: „Wir müssen die Jugend da abholen, wo sie ist.“ Nach seiner Überzeugung bietet der christliche Glauben eine besondere Perspektive: „Jeder Mensch ist von Gott gewollt und Gott hat Gutes mit ihm vor.“

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