Barth erweitert im Jubiläumsjahr Zuwachs im früheren Bundeswehrdepot in Lengerich

Von Carsten van Bevern

Die Barth mobil GmbH in Lengerich besteht seit zehn Jahren und investiert im Jubiläumsjahr kräftig am Standort im Gewerbegebiet im früheren Bundeswehr-Depot: Firmengründer Simon Barth (v.l.) mit seinen Angestellten Kathrin Weßling, Sheqir Schlegel, Marcel Bernsen, Daniel Surmann, Linda Lampka und Paul Flatau stehen auf der Fläche, auf der die Arbeiten zur Einrichtung eines Autohandels sowie einer Halle zur Reifeneinlagerung begonnen haben. Foto: Carsten van BevernDie Barth mobil GmbH in Lengerich besteht seit zehn Jahren und investiert im Jubiläumsjahr kräftig am Standort im Gewerbegebiet im früheren Bundeswehr-Depot: Firmengründer Simon Barth (v.l.) mit seinen Angestellten Kathrin Weßling, Sheqir Schlegel, Marcel Bernsen, Daniel Surmann, Linda Lampka und Paul Flatau stehen auf der Fläche, auf der die Arbeiten zur Einrichtung eines Autohandels sowie einer Halle zur Reifeneinlagerung begonnen haben. Foto: Carsten van Bevern

Lengerich. Langsam aber stetig füllt sich zwischen Lengerich und Langen das Gewerbegebiet im früheren Bundeswehrdepot an der Landesstraße 60. 29 Firmen haben sich inzwischen dort angesiedelt. Im zehnten Jahr des Bestehens investiert dort nun die Barth mobil GmbH in den Aufbau eines Autohandels und in eine Halle zur Reifen- und Oldtimereinlagerung.

2007 gab die Bundeswehr ihr Materialdepot an der Landesstraße 60 in Lengerich auf. Ein Jahr später kauften die Gemeinden Langen und Lengerich die rund 33 Hektar große Fläche mit seinerzeit 25 offenen und sechs geschlossenen Hallen und Gebäuden sowie den Komplex rund um den Büro- und Wachbereich zur Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes. Die Schmutzwasserkanalisation wurde erneuert, ebenso das gesamte Strom-, Gas-, Trinkwasser- und Telefonleitungsnetz, und auf der L60 entstand eine Linksabbiegespur. Neue Parkflächen sowie eine Straßenbeleuchtung ergänzten seinerzeit die kostenintensive Erschließung des Geländes.

Zunächst viele Existenzgründer

„Die zunächst als problematisch angesehenen Hallen lockten bald vor allem Existenzgründer an“, erklärte Lengerichs Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn bei der Ansiedlung der Barth mobil GmbH im Jahr 2008 gegenüber unserer Zeitung. Der damals 28-jährige Simon Barth hatte sein Hobby zum Beruf gemacht und direkt neben der Barth Elektronik GmbH seines Bruders Daniel einen Kfz-Meisterbetrieb gegründet. Auch für Besitzer von Oldtimern war Barth von Anfang an ein Ansprechpartner – Hohlraumversiegelungen und Rostschutzmaßnahmen für derartige Fahrzeuge bietet er bis heute an.

Noch zwei Hektar Gewerbeflächen

„Es bestand offenbar Bedarf für eine nicht markengebundene freie Kfz-Werkstatt“, blickt Barth im Gespräch mit unserer Redaktion auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Sechs Mitarbeiter hat er inzwischen, darunter zwei weitere Kfz-Meister, einen Gesellen, einen Auszubildenden und zwei Bürokauffrauen. Fünf Hebebühnen sind im Einsatz. „Der Platz ist auch immer häufiger komplett voll. Immer mehr Kunden fragen auch nach Gebrauchtfahrzeugen oder wollen ihre Reifen oder ihre Oldtimer gerne einlagern lassen“, erklärte Barth zu seinen Erweiterungsplänen im Jubiläumsjahr.

4000 Quadratmeter hat er schräg gegenüber seinem Betrieb inzwischen von der Gemeinde gekauft, plan machen und einzäunen lassen. Auf einer Hälfte sollen in den kommenden Monaten Stellflächen und ein kleines Gebäude für den Autoverkauf entstehen, anschließend ist die Errichtung einer Halle zur Reifen- und zur Oldtimereinlagerung geplant – bislang nutzt er dafür eine der alten Hallen im hinteren Bereich des ehemaligen BW-Depots. Seine Pläne und sein Unternehmen näher kennenlernen können alle Interessierte am kommenden Sonntag, 15. April, an einem Tag der offenen Tür aus Anlass des Firmenjubiläums. Von 10 bis 18 Uhr werden Oldtimer zu sehen sein, Autoglasreparaturen werden demonstriert und es gibt verschiedene Aktionen für Kinder. Auch für Verpflegung wird gesorgt sein.

25 Firmen mit 115 Beschäftigten in 2016

Mit dieser Entwicklung ist auch SG-Bürgermeister Matthias Lühn sehr zufrieden: „Vier weitere Flächen haben wir im BW-Depot seit 2016 verkaufen können. Derzeit haben wir auch wieder mehrere Interessenten.“ Inzwischen stehen dort auch nur noch zwei Hektar zur Verfügung, dazu gibt es noch 3,7 Hektar noch nicht überplantes sogenanntes Gewerbeentwicklungsland. 2016 hatten sich dort bereits 25 Firmen mit insgesamt rund 115 Beschäftigten aus den Bereichen Elektro, Kfz, Tischlerei, Stahl-, Heizungs-, Fenster-, Fachwerk- und Modellbau sowie ein Natursteinhandel angesiedelt.