Fachwissen für das ganze Emsland Mitglieder des ABC-Zuges jetzt bei der Feuerwehr Bawinkel

Von Felix Reis

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Bawinkel. Die mit dem Schutz der Bevölkerung im Landkreis Emsland vor den Auswirkungen chemischer (C), biologischer (B), radioaktiver (R) und nuklearer (N) Gefahren (CBRN) im Katastrophen- und Zivilschutzfall verbundenen Aufgaben wurden seit jeher im Emsland durch den ABC-Zug des Deutschen Roten Kreuzes wahrgenommen. Nach dessen Auflösung ist eine Neuausrichtung erforderlich.

„Nach vielen Gesprächen und Diskussionen mit der Kreisfeuerwehrführung, dem Landkreis Emsland und der Samtgemeinde Lengerich können wir heute die Neuaufnahme von zwölf ehemaligen Mitgliedern des ABC-Zugs Bawinkel in die Ortsfeuerwehr Bawinkel vollziehen“, sagte Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff bei einer außerordentlichen Versammlung im Feuerwehrhaus Bawinkel. Dieses sei einer mit der ersten Schritte zum Aufbau einer CBRN-Gruppe im Emsland.

Aufbau einer CBRN-Gruppe

„Ich bin froh, dass sich die Kameradin und die Kameraden zu diesem Schritt entschlossen haben“, so Dyckhoff weiter. Damit könnten sie ihr Fachwissen im gesamten Emsland einsetzen und den Aufbau von Einheiten in den Abschnitten Süd, Mitte und Nord erheblich unterstützen. Es wird überlegt, diese Fachzüge in die Feuerwehrbereitschaften zu integrieren. „Mein Dank geht an die Samtgemeinde Lengerich und die Ortsfeuerwehr Bawinkel für die Unterstützung, können wir dadurch den Katastrophenschutz im Emsland weiter ausbauen“, so Dyckhoff.

Gesamtkosten von 800.000 Euro

Die Gesamtkosten für die Neuausrichtung des Katastrophenschutzes werden sich auf rund 800.000 Euro belaufen. Das betrifft die Erstausstattung mit Einsatzkleidung, Unterbringung von Fahrzeugen (Gerätewagen Messtechnik/Erkundung

und Gerätewagen Dekontamination) in Bawinkel, Schöninghsdorf, Holte-Lastrup und in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Sögel, Erstattung von Verdienstausfall für benötigte Lehrgänge sowie Anschaffung von drei Führungsfahrzeugen. Dieses wird am 12. April 2018 im Feuerschutzausschuss beraten.

Qualifizierte Leute

Bawinkels Ortsbrandmeister Reinhard Lübbers begrüßte Johanna Hüer, Maik Delmann, Stefan Droste, Martin Gelze, Stefan Kuper, Stefan Lonnemannn, Franz Moß, Martin Moß, Andreas Reisinger, Markus Rumpke, Henning Unkenholz und Holger Wolff und verpflichtete sie als neue Mitglieder in der Ortsfeuerwehr Bawinkel. „Wir sind froh, so qualifizierte Leute in unsere Wehr aufnehmen zu können“, so Lübbers.

Konstruktive Zusammenarbeit

„Die Neuordnung des Katastrophenschutzes war keine leichte Aufgabe“, sagte Brandabschnittsleiter Andreas Wentker. In anderen Landkreisen sei der ABC-Zug schon immer bei den Feuerwehren angesiedelt. Er dankte, ebenso wie Gemeindebrandmeister Michael Moss, allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit.

Neues Feuerwehrhaus

„Heute ist ein besonderer Tag für die Feuerwehr Bawinkel“, sagte Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn. Für das komplexe Thema des CBRN-Schutzes sei durch die Aufnahme der neuen Leute, die mit ihrem Fachwissen wertvolle Erkenntnisse mit einbringen, ein wichtiger Schritt gemacht. „Für die Samtgemeinde bedeutet die Neuausrichtung im Katastrophenschutz, dass wir für die Ortsfeuerwehr Bawinkel ein neues Feuerwehrhaus benötigen“, so Lühn. Ein Planungsauftrag sei bereits vergeben worden. Auch Bürgermeister Adolf Böcker war froh, dass man eine gute Lösung gefunden habe.


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