Ehemalige Fläche Müter Geschäftsansiedlung an der B213 in Bawinkel?

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Bald Einzelhandelsstandort? Die Fläche neben dem Raiffeisenmarkt an der B213 in Bawinkel soll als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Jessica LehbrinkBald Einzelhandelsstandort? Die Fläche neben dem Raiffeisenmarkt an der B213 in Bawinkel soll als Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Jessica Lehbrink

Bawinkel. Die ehemalige Fläche Müter an der B213 in Bawinkel soll als Mischgebiet ausgewiesen werden. Dies ist laut Bürgermeister Adolf Böcker Grundvoraussetzung für die dort geplante Ansiedlung eines neues Geschäftes: „Die hocherfreulichen Gespräche laufen.“

„B-Plan Nr. 34 ,Ortsmitte´. Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch und Vergabe des Planungsauftrages“: So lautete ganz unspektakulär der Tagesordnungspunkt 7 der jüngsten Sitzung des Bawinkeler Gemeinderates. Doch gerade diese schnell abgehandelte und einstimmig beschlossene Sitzungsvorlage könnte die rund 2650 Einwohner zählende Gemeinde Bawinkel laut dem Bürgermeister „einzelhandelsmäßig ein gutes Stück voranbringen“.

„Hocherfreuliche Verhandlungen“

Bemühen sich doch die Verantwortlichen der Gemeinde schon seit der Schlecker-Insolvenz im Jahr 2012 und der damit verbundenen Schließung auch des Drogeriemarktes in Bawinkel um eine Nachfolgelösung. Böcker erklärte während der Ratssitzung zu diesen Bemühungen: „Immer wieder haben wir Gespräche dazu geführt, jetzt gibt es einen Investor, der einen Markt bauen lassen will. Die hocherfreulichen Verhandlungen sind noch nicht in trockenen Tüchern. Wir waren aber noch nie so nahe dran, einen neuen Markt in Bawinkel zu bekommen.“

Ausweisung als Mischgebiet

Der Investor habe laut Böcker gewünscht, jetzt bereits mit den für den Bau notwendigen Planungen zu beginnen. So soll die 9580 Quadratmeter große ehemalige Fläche Müter künftig als sogenanntes Mischgebiet ausgewiesen werden. In einem solchen Mischgebiet stehen im deutschen Bauplanungsrecht die beiden Nutzungsarten „Wohnen“ und „Unterbringung von Gewerbebetrieben“ gleichberechtigt nebeneinander – diese dürfen das Wohnen aber nicht wesentlich stören.

Wunsch des Investors

Den Auftrag für die erforderlichen Planungsleistungen „im beschleunigten Verfahren“ erhielt das Büro für Stadtplanung in Werlte zum Preis von 4900 Euro. „Vor dem Hintergrund einer Einzelhandelansiedlung ist voraussichtlich ein Schallgutachten sowie eine Altlastenuntersuchung erforderlich. Diese Gutachten sind im Angebot nicht enthalten“, heißt es weiter in der Vorlage der Verwaltung.

Baugrundstück statt Spielplatz

Weiterhin beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates einstimmig, zur Komplettierung der Straßenbeleuchtung in der Ortsmitte fünf weitere Leuchten für 8304 Euro anzuschaffen. Zudem wurde der Spielplatz Wehmwiesen jetzt auch offiziell stillgelegt. Die restlichen Geräte sollen abgebaut werden, sodass die Fläche mittelfristig überplant und als Wohnbauplatz angeboten werden kann.


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