Lengerich erhält „Heilbronnstraße“ Rat möchte Dorfentwicklungsprozess bis 2020 verlängern

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Die noch im Bau befindliche neue Verbindungsstraße zwischen Lütemannskamp und Mittelstraße soll den Namen „Heilbronnstraße“ erhalten. Foto: Matthias LühnDie noch im Bau befindliche neue Verbindungsstraße zwischen Lütemannskamp und Mittelstraße soll den Namen „Heilbronnstraße“ erhalten. Foto: Matthias Lühn

Kr Lengerich. Die Gemeinde Lengerich möchte den Förderzeitraum für den Dorfentwicklungsprozess bis zum 31. Dezember 2020 verlängern. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Prinzipiell ende das Programm „Dorfentwicklung Lengerich“ am 31. Dezember 2018, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn die Hintergründe für den Verlängerungsantrag. Da die aktuellen Anträge aus dem Jahr 2017 (Um- und Anbau des Sport- und Schützenhauses sowie die Straßenbaumaßnahme „Hestruper Straße“) noch nicht beschieden seien, solle die Verfahrensdauer verlängert werden, um so für die weitere Umsetzung einen entsprechenden zeitlichen Rahmen zu bekommen.

Maßnahmen im Bürgerpark

Zudem sollten noch einige weitere Maßnahmen im Bürgerpark umgesetzt werden. Bei den kleineren Projekten handelt es sich nach Darstellung von Lühn zum Beispiel um die Erstellung einer Eisfläche und die Errichtung eines Glockenturms sowie um die Errichtung einer Remise im Bereich des Torhauses für den Heimatverein. Wünschenswert sei auch die Umfeldgestaltung des Burggrabens mit der Darstellung der alten Burg sowie um die Gestaltung eines Meditationsgartens. Auf der Wunschliste des gemeinsamen Arbeitskreises Dorferneuerung und Stadtsanierung steht ferner die Umfeldgestaltung des Saller See/Sallerweg und die Sanierung der Reitsporthalle als Privatmaßnahme.

Erinnerung an jüdische Familien

Die derzeit noch im Bau befindliche neue Straße zwischen Mittelstraße und Lütemannskamp soll auf Initiative des Mitbürgers Gerhard Sels nach dem verstorbenen Lengericher Ehrenbürger und ehemaligen Mitbürger Fritz Heilbronn benannt werden. Die Straße erhält den Namen „Heilbronnstraße“ und zusätzlich ein Namensschild „Zur Erinnerung an die drei Lengericher Familien jüdischen Glaubens“.

Innogy Essen als Gaslieferant

Detailliert erläuterte Angelika Lügering, allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters, das Verfahren für den anstehenden Neuabschluss des Gaskonzessionsvertrages. Der im April 1999 zwischen der RWE (VEW Energie) und der Gemeinde Lengerich für eine Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossene Vertrag läuft zum 31. März 2019 aus. Der Rat nahm das Angebot der Innogy Essen für Neuabschluss zur Kenntnis. Es wurde einstimmig beschlossen, dass der Bürgermeister nach Einholung der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörde beauftragt ist, den Vertrag abzuschließen.

Ein Punkt auf der Tagesordnung war der Anschluss der Umkleidekabine am Sportplatz an der Eichenallee an die öffentliche Kanalisation. Bislang werde das anfallende Abwasser in einer abflusslosen Grube gesammelt, erläuterte Bürgermeister Gerd Wübbe die aktuelle Situation. Das Abwasser werde viermal im Jahr von einer Fachfirma abgepumpt.

„Lengericher Einkaufsgutschein“

Die Lengericher Werbegemeinschaft (LWG) plant die Einführung eines „Lengericher Einkaufsgutscheines“, der in den Mitgliedsbetrieben der LWG eingelöst werden kann. Bürgermeister Wübbe begrüßte die Initiative der Geschäftsleute. Ziel sei es, die Kaufkraft in der Gemeinde Lengerich zu binden und darüber hinaus den örtlichen Handel und das Gewerbe zu stärken. In der Diskussion wurde angeregt, dass die Gemeinde Lengerich entsprechende Gutscheine bei Anlässen wie beispielsweise Altersjubiläen oder Ehrungen verschenken sollte. Die Kommune will im Rahmen der Wirtschaftsförderung das LWG-Projekt mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 1200 Euro unterstützen.


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