Bischof Bode übergibt Siegel Sankt Benedikt Lengerich ist 100. „Faire Gemeinde“

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Die Sankt Benedikt-Kirchengemeinde Lengerich ist im Bistum Osnabrück als 100. „Faire Gemeinde“ ausgezeichnet worden. Darüber freuen sich v.l. Dirk Steinmeyer, Robert Hoffmann, Clemens Driever, Reinhard Burrichter, Bischof Franz-Josef Bode, Pfarrer Heiner Mühlhäuser, Christine Lampa-Pruisken, Sigrid Eilers, Eva Brauer und Gabriele Joachimmeyer. Foto: Johannes FrankeDie Sankt Benedikt-Kirchengemeinde Lengerich ist im Bistum Osnabrück als 100. „Faire Gemeinde“ ausgezeichnet worden. Darüber freuen sich v.l. Dirk Steinmeyer, Robert Hoffmann, Clemens Driever, Reinhard Burrichter, Bischof Franz-Josef Bode, Pfarrer Heiner Mühlhäuser, Christine Lampa-Pruisken, Sigrid Eilers, Eva Brauer und Gabriele Joachimmeyer. Foto: Johannes Franke

Lengerich. Die Kirchengemeinde Sankt Benedikt in Lengerich ist am Samstag als 100. „Faire Gemeinde“ im Bistum Osnabrück ausgezeichnet. Bischof Franz-Josef Bode übergab die Auszeichnung während einer Eucharistiefeier bei einem Treffen der „fairen Gemeinden“.

„Durch die Initiative Faire Gemeinde wird eine praktische, weltumspannende Solidarität möglich. So können wir als Kirche dem Auftrag des Evangeliums nachkommen und Gerechtigkeit konkret mitgestalten“, betonte Bischof Franz-Josef Bode in der Eucharistiefeier. Mit der 2012 von Bode gestarteten Aktion will das Bistum Osnabrück Kirchengemeinden ermutigen, faire und ökologische Aspekte in ihrem Kaufverhalten zu berücksichtigen. „Wir sind die 100. Kirchengemeinde und setzen mit unserer schriftlichen Selbstverpflichtung deutliche Akzente“, betonte die Erste Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Christine Lampa-Pruisken.

Fünf Kriterien

Nach einem ausführlichen Austausch und der Rücksprache mit allen Vereinen und Gruppen der Kirchengemeinde sowie der Beantwortung aller offenen Fragen durch die Süd-Nord-Beratung Osnabrück, hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, dass die Gemeinde Sankt Benedikt ab dem 1. Januar 2018 „Faire Gemeinde“ wird. Die Kirchengemeinde hat aus den fairen und ökologischen Kriterien fünf ausgewählt: „Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zum fairen Handel. Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Vermeidung von Einweggeschirr und Einwegflaschen, Umsetzung von Energiesparmaßnahmen sowie Nutzung von Ökostrom.“ Die Kirchengemeinde habe sich auf die Lengericher Situation konzentriert und wolle das umsetzen, „was wir haben und können sowie zukünftig zusätzlich schaffen“, so Lampa-Pruisken.

Kriterien weitertragen

Zum überregionalen Vernetzungstreffens in der Oberschule waren mehr als 100 Teilnehmern gekommen, um sich auszutauschen und neue Impulse zu setzen. „Unser Hauptanliegen ist es, die fairen Gemeinden zu vernetzen und sie fortzubilden“, sagt Dirk Steinmeyer von der Süd-Nord-Beratung. Wichtig sei, dass die Kirche beim Thema weltweite Gerechtigkeit und fairer Handel vorangehe. „Wir müssen als faire Gemeinde darauf achten, dass unsere Kriterien auch in die Familien weitergetragen werden und dort nachhaltig beachtet werden“, betont Lampa-Pruisken. Die Selbstverpflichtung nehme die Kirchengemeinde sehr ernst und überprüfe sich nach zwei Jahren mit einer Zwischenreflexion.

„Inakzeptables Verhalten“

„Lebensmittelverschwendung – Fakten und Gegenmaßnahmen – Achtsamer Umgang mit Lebensmitteln als ‚Mittel zum Leben‘, lautete eines der fünf Workshop-Themen. Statistisch gesehen wirft jeder Deutsche jährlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg, insgesamt 18 Millionen Tonnen. „Das ist eine moralisch-ethische, politisch-ökonomische Katastrophe“ so Dirk Steinmeyer. Allein an diesem inakzeptablen Verhalten werde deutlich, wie trotz weltweitem Hunger und Elend „Mittel zum Leben“ verschwendet werden.

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