Baubeginn mehrfach verschoben Schwimmbadsanierung in Lengerich jetzt gestartet

Meine Nachrichten

Um das Thema Lengerich Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lengerich. „Schwimmhalle in Lengerich wird saniert.“ So lautete im Februar 2014 eine Schlagzeile in der Lingener Tagespost. Mehrfach musste seitdem der Baubeginn verschoben werden, jetzt ist es aber soweit: Die Halle ist ausgeräumt und laut einer Mitteilung der Gemeinde haben die Arbeiten begonnen. Gut 2,3 Millionen Euro sollen investiert werden.

„Nach langer Vorbereitungszeit sind nun endgültig die wichtigsten Gewerke ausgeschrieben und auch vergeben worden. Jetzt hat ein erster Baustellentermin zur Einweisung der ausführenden Firmen stattgefunden.“ Mit diesen Worten hat die Lengericher Samtgemeindeverwaltung am Wochenende den Start der schon häufiger angekündigten, grundlegenden Sanierung des in die Jahre gekommenen Hallenbades bekannt gegeben.

Verzögerungen schon Thema beim Karneval

Zuvor war der Sanierungsstart auch schon für Mitte 2016, für Dezember 2016, Anfang 2017 und für Oktober 2017 angekündigt worden. Verzögerungen, die vor wenigen Tagen auch die Karnevalisten beim diesjährigen Umzug in Bawinkel thematisiert haben. Ein eigener Themenwagen „Schwimmbad Lengerich“ beschäftigte sich mit dem Projekt: Sprüche wie „Wir gehen alle baden! Eröffnung 2018... 19... 20...21...“ oder „Oh je. Müssen wir jetzt in den Saller See?“ hatten auf dem viel beachteten Wagen gestanden.

Kostenschätzung lief aus dem Ruder

Und die Gründe für die Verzögerungen? Zunächst war die Samtgemeinde mit ihrem Antrag auf Fördermittel beim Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes nicht berücksichtigt worden – bei dem knapp 2,3 Millionen Euro teuren Projekt hätte die ungewöhnlich hohe Förderung bei rund 863.000 Euro gelegen. Nach weit über den Kostenschätzungen liegenden Angeboten und einem für Trockenbauarbeiten zu spät eingegangenen Angebot war der Start der Baumaßnahme vom Samtgemeinderat anschließend allerdings weiter verschoben worden.

Zuschüsse vom Kreis und vom Land

Mitte 2016 entschieden zumindest die Mitglieder des emsländischen Kreistages, die Baumaßnahme mit 555.000 Euro und damit 50 Prozent der Kosten für die energetische Sanierung aus der Kreisschulbaukasse zu fördern (40 Prozent als Zuschuss und 60 Prozent als Darlehen). Inzwischen liegt auch der Förderbescheid des Amtes für regionale Landentwicklung (ArL) in Meppen vor, sodass weitere 500.000 Euro Fördermittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm in dieses Bauprojekt fließen.

Kinderbecken wird eingebaut

Planungsleistungen für den Bereich „Gebäude und Innenräume“ wurden seinerzeit bereits an das Planungsbüro B-Werk in Spelle und für den Bereich „Technische Gebäudeausstattung“ an das Planungsbüro Balneatechnik in Wiesbaden vergeben. Der Auftrag für den Bereich „Elektro- und Beleuchtungsplanung“ ist an das Büro HNS Ingenieurgesellschaft in Lingen vergeben worden. Geplant ist unter anderem die komplette energetische Sanierung des Hallenbades inklusive dem Einbau eines Wärmedämmverbundsystemes, ein komplett neuer Hubboden, die Sanierung des Umkleide-, Dusch- und Saunabereiches sowie der Einbau eines kleinen Kinderbeckens.

Fertigstellung im November 2018?

Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich inklusive bereits fest vereinbarter Wartungsarbeiten nach Angaben der Verwaltung auf 2,324 Millionen Euro, fünf kleinere Gewerke unter anderem für eine neue Saunakabine, Putz-, Schlosser- und Tischlerarbeiten sowie eine Betonabdichtung müssen noch ausgeschrieben werden. Mitarbeiter des Bauhofs haben die Halle demnach zwischenzeitlich auch leer geräumt und weitgehend entkernt. Die ersten Firmen haben am Montag, 12. Februar, mit den Arbeiten begonnen. Nach dem aktuellen Bauzeitenplan wird mit einer Fertigstellung jetzt im November 2018 gerechnet.

Thema im Rat

Am Donnerstag, 15. Februar, wird die Hallenbadsanierung auch ein Thema auf der öffentlichen Sitzung des Rates der Samtgemeinde Lengerich sein. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Rathaus. Behandelt werden auch die strategischen Zielsetzungen der Samtgemeinde, der Haushalt 2018, der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses und die energetische Sanierung der Grundschule in Bawinkel, die Anhebung der Personalstärke der Bawinkeler Feuerwehr sowie der Breitbandausbau in der Samtgemeinde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN