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Theorie wird in Praxis angewandt Schülerfirmen stellen sich in Lathen vor

Von Birgit Waterloh, PM. | 07.06.2016, 20:33 Uhr

Die Schülerfirmen der Grund- und Oberschule (GOSB) Lathen haben ihre Angebote und Aufgaben an einem Themennachmittag vorgestellt. Die Schülerfirmen werden von der Klasse 9 betrieben und bieten die Möglichkeit, die erlernte Theorie in der Praxis anzuwenden.

Besonders für die Achtklässler war die Vorstellung interessant, da für sie am Ende des Schuljahres die Wahl eines Profilbildungsfaches ansteht. Eine individuelle Schwerpunktbildung an der GOBS Lathen kann in den Bereichen Französisch, Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Soziales erfolgen. An der Schule werden alle Profile vierstündig angeboten und beinhalten als fachpraktischen Anteil die Teilnahme an einer zugehörigen Schülerfirma.

Zum Schülerfirmennachmittag konnte Fachkonferenzleiterin für Arbeit und Wirtschaft, Verena Huntemann, auch Gäste aus dem Haus St. Marien sowie dem Haus Simeon in Lathen begrüßen. In beiden Häusern sind Schülerfirmen aktiv. Die Teilnehmer erhalten dabei nicht nur Einblicke in die Aufgabenfelder im Bereich der Heilerziehungs- oder Altenpflege, sie sind auch in die Betreuung der Bewohner eingebunden. Hierbei steht das gemeinsame Basteln und Spielen im Vordergrund. Die Schüler bringen sich darüber hinaus aber auch ein, indem sie Essen anreichen, die Zeitung vorlesen oder mit den Bewohnern spazieren gehen. Die Schülerfirmen „Schlemmereck“ sowie „Kiosk“ setzen andere Schwerpunkte. Hier sollen die Schüler die Beköstigung der Schüler und Lehrer selbst planen und in die Tat umsetzen. Wer gerne backt und kocht, ist hier an der richtigen Stelle.

Auch der Umgang mit Geld gehört dazu. Einnahmen und Ausgaben kontrollieren, Rechnungen bearbeiten und Überweisungen tätigen, all das übernehmen die Schüler selbst. Technisches Zeichnen und die Verarbeitung von Metall erlernen Teilnehmer der Schülerfirma „Metallica“. Unter der Leitung von Hubert Bünnemeyer sind bereits Basketballkörbe oder Blumensäulen erstellt worden. Für das kommende Schuljahr steht ein mobiler Grill auf dem Plan. Als Kooperationspartner der Lathener Schule bringen sich auch die Unternehmen Hero Glas, Knoll sowie Schmees Ladenbau ein. Huntemann bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der Firmen. „ Sie investieren viel Zeit und Arbeit“, sagte sie. Neben der praktischen Tätigkeit und Einblicken in technische Prozesse werden den Schülern auch wirtschaftliche Grundlagen beigebracht.

„Diese Erfahrungen können wir in der Schule in 45 Minuten so nicht vermitteln“, sagte Huntemann. Kristina Klasen, Personalreferentin bei Hero Glas, erhofft sich durch das Engagement in der Schülerfirma Kontakte zu potenziellen Auszubildenden. „Vielleicht können wir dadurch die Schüler an die handwerklichen Berufe heranführen“, sagte sie.