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Leader-Region Hümmling Lathen hofft auf Geld aus zwei Töpfen

Von Aloys Schulte | 30.07.2014, 18:00 Uhr

Als „kluge Entscheidung“ hat der Vorsitzende des Rates der Samtgemeinde (SG) Lathen, Heiner Bojer, den Beitritt zur Leader-Region Hümmling gewertet. Damit würden zusätzliche Möglichkeiten eröffnet, an Fördermittel der Europäischen Union zu kommen.

Ungewöhnlich ist, dass mit Renkenberge, Fresenburg und Lathen nur drei der sechs Mitgliedskommunen der SG künftig zur Leader-Region Hümmling gehören. Die Gemeinden links der Ems, Sustrum, Nieder- und Oberlangen, bleiben dagegen weiterhin in der Region W.E.R.O. (Westerwolde-Emsland-Rheiderland-Oldambt).

Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU) erläuterte in der Ratssitzung am Dienstagabend noch einmal die Gründe für die Zusammenarbeit mit den Samtgemeinden Sögel, Werlte und Nordhümmling. „Wir können damit Fördertöpfe an zwei Stellen anzapfen“, so Weber. Nach seinen Angaben stehen für die inzwischen 40 Leader-Regionen in Niedersachsen voraussichtlich jeweils rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung, etwa 400000 Euro mehr als in der vergangenen Förderperiode. Die SG Lathen könne durch die Zugehörigkeit zu zwei Regionen somit auf Anteile aus einem Gesamtvolumen von rund 4,8 Millionen Euro hoffen.

Wesentliche Ziele sind laut Weber der Erhalt einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, eine nachhaltige Bewirtschaftung (Klimaschutz) sowie die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Schaffung attraktiver Ortskerne. Von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) wird zurzeit ein „Regionales Entwicklungskonzept“ für die Förderperiode bis 2020 erarbeitet. Die Auftaktveranstaltung fand im September 2013 in Esterwegen statt, zum Abschluss ist im Januar 2015 ein Treffen in Lathen geplant.