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Landeschef Sohn als Mutmacher Die Linke im Emsland sucht den Weg aus der Krise

25.07.2012, 14:30 Uhr

Der Kreisverband der Linken im Emsland steckt in einer schweren Krise. Es gibt zurzeit keinen gewählten Vorstand, und Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Januar sind nicht in Sicht. Als Mutmacher war am Dienstagabend der Landesvorsitzende Manfred Sohn nach Lathen gekommen, um rund einem Dutzend Mitgliedern und Sympathisanten das Wahlprogramm für 2013 vorzustellen.

Im Emsland gebe es offensichtlich im Augenblick „keine funktionierende Kreisorganisation“, stellte Sohn fest. Umso mehr seien die Mitglieder gefordert, im Angesicht der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüche Flagge zu zeigen. „Der Kapitalismus kann nicht das letzte Wort der Geschichte sein“, so der 56-jährige Landtagsabgeordnete, der vor seinem Engagement bei den Linken Mitglied der DKP war.

Für das Emsland gehe es vorrangig darum, Direktkandidaten für die Wahl im Januar zu finden, auch wenn diese nur geringe Chancen auf einen Einzug in den Landtag hätten. „Wir brauchen Gesichter und Ansprechpartner für die Wähler“, sagte Sohn. Sollte der Kreisverband keine finden, werde die Landespartei „das gebacken bekommen“. Ein Kandidat müsse schließlich nicht aus dem Wahlkreis kommen, in dem er antrete. Karsten Stöber aus Freren erklärte sich in der Versammlung spontan bereit zu kandidieren, wenn dies von der Partei gewünscht werde. Mehr am Donnerstag in der Tageszeitung.