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Einstimmiger Beschluss im Ausschuss Weiterer Mehrgenerationenspielplatz in Lathen rückt näher

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 24.11.2017, 12:51 Uhr

Der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales der Gemeinde Lathen hat sich in seiner Sitzung für einen zweiten Mehrgenerationenspielplatz ausgesprochen. Ein erster ist kürzlich bereits für das Ortszentrum beschlossen worden. Nach einer Diskussion einigten sich die Fraktionen einstimmig darauf.

Das Thema Mehrgenerationenspielplatz hatte bereits Anfang Oktober 2017 für Diskussionen im Gemeinderat gesorgt. In der Sitzung war die Förderfläche für ein zentrumsnahes Areal mit einer Größe von 481 Quadratmetern per Beschluss festgelegt worden, um damit entsprechende Fördermittel beantragen zu können. Die SPD/Grüne-Gruppe kritisierte in besagter Sitzung die zu kleine Größe der Fläche und entschied sich gegen den Beschlussvorschlag, der dennoch mehrheitlich angenommen wurde.

CDU: Ergänzung, nicht Ersatz

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales der Gemeinde Lathen tauchte in der Beschlussvorlage der Vorschlag für einen weiteren Mehrgenerationenspielplatz an der Grund- und Oberschule (GOBS) Lathen auf – zu Verwunderung einiger Ausschussmitglieder. So sprach die Ausschussvorsitzende Annegret van Loyen (Grüne) von einer „plötzlich anderen“ Entscheidung, obwohl der Platz zuvor nahe dem geplanten Bürgerzentrum am Kolpingplatz in der Ratssitzung von der CDU-Fraktion verteidigt worden sei. Nach Gelächter vonseiten der CDU entgegnete der Fraktionsvorsitzende August Kock (CDU), dass seine Parteikollegen und er den Mehrgenerationenspielplatz am Kolpingplatz nicht verworfen hätten. Zudem sei der zweite Standort bereits Thema in der vergangenen Verwaltungsausschusssitzung gewesen. Kock machte klar, „dass wir das als Ergänzung sehen, nicht als Ersatz“. Van Loyen stellte diese Ergänzung infrage, woraufhin Kock weiter erklärte, dass eine zentrale Spielmöglichkeit in Lathen fehle und diese gegeben sein soll. Alternative Standorte hätten sich zudem als nicht realisierbar erwiesen. Van Loyen brachte ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass die mithilfe des ZDF-Fernsehgärtners Elmar Mai im September 2016 errichtete Kräuterspirale dem Spielplatz womöglich weichen müsse. Kock erwiderte, dass dies ohnehin „ausdrücklicher Wunsch der Schule“ sei, diese zu verlegen und nicht in der jetzigen Randlage zu belassen.

SPD und Grüne: Kritik an Nicht-Kommunikation

Auch Peter van Loyen und Simon Reuters (SPD) kritisierten, dass die CDU-Fraktion ihr Anliegen nicht kommuniziert habe. Reuters bezeichnete die Idee zwar als „nicht schlecht“, merkte aber an: „Es könnte die Entscheidungsbildung erleichtern, wenn man das vorher kurz erwähnt“, sagte Reuters.

Nach Angaben des stellvertretenden Gemeindedirektors Helmut Wilkens lassen sich drei Flächen hinter der GOBS entsprechend umwidmen, sodass sie als eine insgesamt 2750 Quadratmeter große Fläche genutzt werden können. Vorgesehen ist, den Mehrgenerationenspielplatz an der GOBS in Kooperation mit der Gemeinde Sögel anzulegen, damit das Projekt über LEADER-Mittel förderfähig sei. Gemäß des letztlich einstimmig gefassten Beschlusses sollen Bürger, Schulen und Kindergärten an der Planung beteiligt werden.

Dies zweifelte ein Bürger während der Einwohnerfragestunde an. Wilkens entgegnete, dass die Lage des zweiten Mehrgenerationenspielplatzes zwar fokussiert sei, aber noch nicht festgelegt. Der Besucher der Sitzung regte an mit Blick auf Bedenken, dass dieser Platz künftig weiterhin durch abendliche Nutzer zweckentfremdet werden könnte, eine Art pädogoische Security nach Werlter Vorbild einzurichten. Über den Spielplatz sagte er: „Wir sind nicht dagegen, möchten uns aber geschützt wissen.“