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Ausschuss stimmt Plänen zu Neue Wohn- und Gewerbeflächen in Renkenberge

Von Aloys Schulte | 02.12.2015, 14:44 Uhr

Die Gemeinde Renkenberge möchte das Wohnbaugebiet „Wittbergsfeld“ um rund 10000 Quadratmeter erweitern und nördlich der Schulstraße eine Fläche für Gewerbebetriebe sowie ein Mischgebiet (Gewerbe und Wohnen) einrichten. Der Bau- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Lathen hat der dafür notwendigen Änderung des Flächennutzungsplanes zugestimmt.

Im Gegenzug soll ein etwa 52000 Quadratmeter großes Areal im Bereich des Eichenweges nicht mehr als Gewerbegebiet ausgewiesen, sondern künftig landwirtschaftlich genutzt werden. Laut Heiner Bojer (CDU), Ausschussmitglied und Bürgermeister von Renkenberge, ist die vor mehr als 20 Jahren zur Ansiedlung von Betrieben vorgesehene Fläche für die Gemeinde „eine Nummer zu groß“. Das neue Gebiet an der Schulstraße mit rund 23000 Quadratmetern gewerblicher und 9500 gemischter Bauflächen entspreche eher den Anforderungen.

Flächennutzungsplan von 1996

Die Ausweitung des Baugebietes „Wittbergsfeld“ nach Norden in Richtung der Gemarkung Kluse ist von der Gemeinde bereits im Jahre 2008 im Rahmen eines Gesamtentwicklungsplanes konzipiert werden. Im 1996 aufgestellten Flächennutzungsplan war das Areal bisher als Fläche zum Schutz, zur Pflege sowie zur Entwicklung von Natur und Landschaft ausgewiesen. Das Gebiet sollte somit als Ausgleich und Ersatz für Eingriffe in den Naturhaushalt, sprich als Kompensation für abgeschlossene oder künftige Bauvorhaben, genutzt werden. Bisher wurde die Fläche dafür aber nicht benötigt und es muss nach Angaben von Hans Liesen, dem Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen, für diesen Zweck auch keine neue ausgewiesen werden.

„Die kann man nicht einfach überbauen“

Die Erweiterung des Baugebietes „Wittbergsfeld“ in Richtung Norden statt nach Westen hin zur Wahner Straße hängt Liesen zufolge auch damit zusammen, dass es sich bei diesen Flächen um ein Mischgebiet handelt. Dort seien zwei Betriebe angesiedelt und Gasleitungen verlegt. „Die kann man nicht einfach überbauen,“ so der Fachbereichsleiter. Außerdem müsse ein Mindestabstand der Häuser von 20 Metern zur Wahner Straße, der Kreisstraße 168, eingehalten werden.