Ein Artikel der Redaktion

Aufnahme in Landesprogramm Dorfentwicklung in Renkenberge und Fresenburg

Von Aloys Schulte, Aloys Schulte | 10.06.2016, 20:36 Uhr

Die Gemeinden Renkenberge und Fresenburg sind in das Programm für Dorfentwicklung des Landes aufgenommen worden.

Den Bescheid übergaben Sylvia Backers und Thomas Kerkhoff vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) an die Bürgermeister Heiner Bojer und Bernhard Johanning.

Bojer zufolge haben sich die Kommunen bereits vor zwei Jahren zum ersten Mal beworben. „Wir haben die Anträge nachgebessert und jetzt Erfolg gehabt.“

Förderung der Grundversorgung

Gefördert werden können nach Angaben von Backers, die Dezernatsleiterin bei der ArL-Geschäftsstelle in Meppen ist, unter anderem Projekte zur Stärkung des Vereinslebens, zur Erhaltung von landwirtschaftlich genutzten Gebäuden mit ortsbildendem Charakter und Maßnahmen für die Grundversorgung der Bevölkerung wie Dorfläden und die Betreuung von Senioren.

Diese öffentlichen Projekte, die ein Volumen von zwei Millionen Euro haben dürfen, werden im Falle einer Bewilligung in Renkenberge mit bis zu 73 Prozent der Kosten gefördert, im finanzstärkeren Fresenburg mit maximal 53 Prozent. Auch Maßnahmen von Privatleuten können laut Backers mit bis zu 50.000 Euro bezuschusst werden.

Gemeinsamer Arbeitskreis

Vorher müssen beide Gemeinden allerdings in einem gemeinsamen Arbeitskreis geeignete Vorhaben benennen. Die Gruppe sollte etwa zwölf Mitglieder haben. Bojer und Johanning sind sich sicher, dass sich genügend Frauen und Männer aus den Vereinen und Gruppen sowie aus den Räten finden werden, sich hier zu engagieren. Die Leitung des Arbeitskreises wird ein noch zu bestellender Entwicklungsplaner übernehmen. Dazu wird ein Bewerbungsverfahren durchgeführt. Angesprochen sind zum Beispiel Landschaftplaner, aber auch Architekten. Für die Bezahlung könne ein Zuschuss von bis zu 50.000 Euro gewährt werden, so Backers.

Das Dorfentwicklungsprogramm ist nach ihren Angaben langfristig angelegt. Von der Planung einzelner Vorhaben bis zur Umsetzung dauert es etwa zehn Jahre.