Machbarkeitsstudie soll Klarheit bringen Lathen denkt über Hallenbad nach

Auf dieser Fläche direkt neben dem Lathener Freibad könnte das Hallenbad entstehen. Foto: LAG HümmlingAuf dieser Fläche direkt neben dem Lathener Freibad könnte das Hallenbad entstehen. Foto: LAG Hümmling

Lathen. In Lathen wird über die Errichtung eines Hallenbades nachgedacht. Eine Machbarkeitsstudie soll Aufschluss darüber bringen, ob eine Realisierung des Vorhabens darstellbar ist.

Auf der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hümmling am Montagabend in Fresenburg informierte LAG-Regionalmanager Ralph Deitermann über einen Antrag der Gemeinde Lathen für einen Zuschuss für die Finanzierung der Studie. Wie Deitermann weiter ausführte, sehen die ersten Pläne einen möglichen Neubau des Hallenbades in direkter Nachbarschaft zum Freibad in Nähe der Grund- und Oberschule vor. „Das Freibad ist von Mai bis September geöffnet. Darüber hinaus sind keine weiteren Schwimmangebote auf Gemeinde- und Samtgemeindeebene vorhanden“, so Deitermann.

DLRG würde profitieren

Dem LAG-Regionalmanager zufolge soll die Machbarkeitsstudie Aufschluss über den Standort, die Finanzierung und Wirtschaftlichkeit, das Raumangebot sowie der Beheizung und Betreibung bringen. Die Kosten für die Studie beziffert die Gemeinde Lathen auf rund 35.000 Euro. Einstimmig votierte die Versammlung dafür, dass die Hälfte davon mit Leader-Mitteln finanziert werden.

Ein großer Profiteur eines möglichen Hallenbades könnte nach Angaben Deitermanns die Lathener DLRG-Ortsgruppe sein, die nach seinen Worten die emslandweit stärkste ist. Die DLRG nutze das Freibad für viele Angebote wie die Wassergewöhnung, das Ablegen von Schwimmabzeichen, das Rettungsschwimmen oder die Wassergymnastik. „Das Freibad reicht für das breite Angebot aber nicht aus, so dass die DLRG auf andere Bäder ausweichen muss“, so Deitermann.

Versorgung mit regenerativen Energien

Aber auch Freizeitschwimmer hätten nach seinen Worten Vorteile durch ein Hallenbad vor Ort. „Kinder, Jugendliche oder Senioren, die eventuell nicht mobil sind, müssten dann nicht mehr in Nachbargemeinden ausweichen.“ Ein Hallenbad würde laut Deitermann den Standort Lathen generell deutlich aufwerten.

Wie er weiter ausführte, sind Möglichkeiten der Versorgung mit regenerativen Energien vorhanden, da bereits die Schulen in der Nachbarschaft an die Fernwärme angeschlossen sind. Darüber hinaus stünden ausreichende Parkplätze zur Verfügung und müssten nicht neu geschaffen werden.

Überlegungen noch ganz am Anfang

Daniela Köttker, Oberinspektorin bei der Samtgemeinde Lathen, teilte auf Anfrage mit, dass die Überlegungen noch ganz am Anfang stünden. „Ob es überhaupt realisierbar ist, muss die Machbarkeitsstudie zeigen.“ Angaben zu Kosten oder Zeitplan liegen nach ihren Worten noch nicht vor. Außerhalb der Freibadsaison greifen Köttker zufolge die Lathener auf die Hallenbäder in Meppen, Haren oder Dörpen zurück.

Auch Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Meppen gab sich zurückhaltend. „Das Projekt ist noch nicht abgestimmt. Wir wissen noch nicht, ob die Studie überhaupt förderfähig ist.“

Bürgermeisterin gibt Anstoß

Den Anstoß für ein Hallenbad in Lathen gab Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber (CDU) auf der konstituierenden Ratssitzung Ende letzten Jahres. In ihrer Antrittsrede verdeutlichte Redenius-Heber, dass sie in den nächsten fünf Jahren den „Wohlfühlfaktor“ in Lathen weiter stärken möchte, damit insbesondere junge Menschen und Familien sich ansiedeln würden. So müsste zum Beispiel über den Bau eines Hallenbades nachgedacht werden.


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