Patrick Bruns erhält EU-Förderung Umbau der Gastronomie an Hilter Mühle in vollem Gange



Lathen. Der Umbau des Gasthofs und des kleinen Hotelbereichs an der Hilter Mühle in Lathen läuft auf Hochtouren. Bauherr Patrick Bruns erhält für das Projekt eine Förderung der EU aus dem Leader-Topf. Jetzt bekam der 33-Jährige hochrangigen Besuch auf der Großbaustelle.

Zu Gast waren Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Meppen und Ralph Deitermann, Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hümmling. Sie übergaben das entsprechende Schild, das auf die EU-Förderung hinweist, an den neuen Eigentümer der Gastronomie, Patrick Bruns. 42.000 Euro Leader-Förderung erhält der Bauherr, hinzu kommen 10.500 Euro von der Gemeinde, 5000 Euro aus einem Topf aller an der LAG beteiligten Kommunen (neben Lathen die Samtgemeinden Sögel, Werlte und Nordhümmling). Deutlich mehr als diese Summe steckt Bruns, der den Gasthof und das angrenzende Wohnhaus für seine Familie gekauft hat, aus eigener Tasche noch einmal in den Umbau. Insgesamt werden es damit deutlich mehr als 100.000 Euro sein.

Den Besuch an der Mühle nutzten Deitermann und Sap für einen kleinen Baustellenrundgang, an dem auch der Bürgermeister der Samtgemeinde (SG) Lathen, Karl-Heinz Weber, Lathens Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber und Daniela Köttker vom Büro des Samtgemeindebürgermeisters Lathen teilnahmen.

Fünf Hotelzimmer quasi bezugsfertig

Handwerker aus bis zu fünf Gewerken gleichzeitig sind derzeit in dem zweigeschossigen Gasthof tätig. Die Fensterbauer sind bereits größtenteils fertig, auch beim Trockenbau, der Elektrotechnik und bei der Dachdämmung geht es gut voran. Im August folgen dann noch die Maler.

Derzeit noch wenig zu erahnen ist von der Café-Lounge, in der Hochtische und Lounge-Möbel für eine modern-gemütliche Atmosphäre sorgen sollen. In einem kleinen Verkaufsraum wird es Kaffee-Spezialitäten, kleine, haltbare Köstlichkeiten und Produkte aus der Region zu kaufen geben. Erhalten bleibt die alte Theke, deren Holz aufbereitet wird. Auch der Saal, in dem 60 bis 70 Personen Platz finden, erhält eine neue Optik und Technik.

(Weiterlesen: Neues Leben in Hotel-Gastronomie an Hilter Mühle in Lathen)

Bereits quasi bezugsfertig sind die fünf Hotelzimmer (drei Doppel, zwei Einzel) im Obergeschoss. Sie wurden nach einem jeweils anderen Motto gestaltet, zum Beispiel Wald, Mediterran, Maritim, Landhaus und Industriecharme. Ideen, die bei denen sich der gelernte Hotelbetriebswirt von der Firma Laura Living aus Haren (Laura Blanke und Jan Zevenbergen) beraten lassen hat.

Noch fleißig gearbeitet wird in der alten „Bürgermeisterwohnung“, in der eine Ferienwohnung für vier bis fünf Personen entsteht. Im Außenbereich ist in den vergangenen Wochen eine 1200 Quadratmeter große Pflaster- und Terrassenfläche aufgenommen worden, mit der Neuverlegung von etwa 700 Quadratmeter neuem Pflaster für Zufahrt, Parkplätze und Terrasse wurde gerade begonnen.

Anfang September soll alles fertig sein

Auch wenn Patrick Bruns gesteht, „kein guter Bauleiter“ zu sein, ist er guter Dinge, dass Anfang September, wenn das dreitägige „Fräulein-Wunderlich-Festival“ mit mehr als 50 Discjockeys rund um die Mühle stattfinden soll, alles fertig ist. Am zweiten September-Wochenende gibt es ein Wein- und Mühlenfest des Heimatvereins und der Mühlenfreunde.

Für den 200. Geburtstag der Mühle ist eine historische Kirmes in Planung, berichtete Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber. Sie erinnerte an die Zeit von Gastwirt Heinrich Dürken in den 1970er und 1980er Jahren, als die Hilter Mühle ein florierendes Ausflugslokal war, zu der alle Altersgruppen gerne und oft kamen. Die Hoffnung sei nun, dass dies nach Jahren des Leerstands und der Fremdnutzung wieder so werde.

(Weiterlesen: Musikfestival im Schatten der Hilter Mühle in Lathen)

SG-Bürgermeister Weber betonte, dass Gaststätten ja auch immer ein Ort der Kommunikation der Bürger seien und die Gemeinde daher gerne das Projekt unterstütze. Es sei wegen der Mühle ein „privates Projekt mit öffentlichem Interesse“ erklärten Sap und Deitermann und daher durchaus etwas besonderes.


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