Mehr als 50 DJs an drei Tagen Musikfestival im Schatten der Hilter Mühle in Lathen



Lathen. Ein Festival mit elektronischer Musik mit nicht weniger als 57 Discjockeys findet vom 1. bis 3. September 2017 im Schatten der Hilter Mühle in Lathen statt. Zum „Fräulein Wunderlich Festival“ werden 1000 Besucher erwartet.

Mitveranstalter des kleinen, aber feinen Festivals ist Patrick Bruns, der im Winter 2016 den Gasthof und das danebenliegende Wohnhaus neben der Mühle gekauft hat und den Gasthof inklusive der Außenanlagen derzeit aufwendig sanieren lässt. Das Festival wird die erste Bewährungsprobe für den Gastronom und seine Mitarbeiter nach der Fertigstellung sein. Hauptveranstalter ist die Nox Gastro&Events GmbH aus Schweringen an der Weser. Deren Geschäftsführer Eckart Noltemeier kennt Bruns seit seiner Zeit an der Hotelfachschule in Hannover. Weitere musikalische Mitveranstalter sind die Konzert- beziehungsweise Veranstaltungsagenturen Conartism und 4. Dimenion.

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Die Partyreihe Fräulein Wunderlich gibt es nach Veranstalterangaben bereits seit 2014, allerdings bisher immer in Form von Tagesveranstaltungen im Raum Bremen und Hannover oder auf Booten. Anfang April entschieden sich die Veranstalter nach einem Gespräch mit Patrick Bruns in Lathen, eine dreitägige Veranstaltung an der Hilter Mühle zu planen. „Das Gelände ist einfach prädestiniert für ein kleines Festival“, meint der 34-Jährige, der in den kommenden Jahren zwei bis drei größere Veranstaltungen an der Mühle etablieren will. Nicht nur für eher jüngeres Publikum wie jetzt, sondern auch in Richtung Blues/Rock oder „Mainstream“, also aktueller Radiomusik.

Drei Tanzbereiche

Dass Eckart Noltemeier dank seiner Kontakte insgesamt 57 DJs und Künstler dazu bewegen konnte, in Lathen aufzulegen, findet Bruns „Wahnsinn“. Sie werden auf drei Bühnen zu hören sein, der Hauptbereich („Tanzwiese“) auf der Grasfläche direkt vor der Mühle, die zweite Ebene („Vogelschutzgebiet“) entsteht auf dem gepflasterten Hof des Gasthofs, die dritte Ebene („Woanders“) im Bereich des alten Pferdestalls. Die in der Szene bekanntesten Künstler sind David Keno, ein gebürtiger Schweizer, der mittlerweile in Berlin lebt und wirkt, Marcus Meinhardt, der ebenfalls in Berlin als DJ und Produzent arbeitet, und Reinier Zonneveld, der in seinem Heimatland Niederlande sehr bekannt ist. Auch eine Frau steht an den Mischpulten, und zwar Pilocka Krach.

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Mehrere Food-Trucks werden auf dem Gelände stehen, Patrick Bruns bestückt zwei Getränkestände und macht einen Frühstücksservice. Die Mühle soll per Videobeamer in Szene gesetzt werden und wird durch einen Zaun geschützt, genauso wie das Gebäude des Mühlenvereins. Es wird laut Veranstalter einen kleinen Campingplatz geben mit Duschen und Toiletten, Details sind aber noch in der Abstimmung. Mehr als die Hälfte der 1000 Tickets, die aktuell 66,66 Euro für drei Tage kosten, sind laut Bruns bereits verkauft. Sie sind im Internet unter Hansaticket.de erhältlich oder, sofern es noch Tickets gibt, an der Abendkasse für 77 Euro.

Gemeinde freut sich über Engagement

Die Gemeinde Lathen hat nach Angaben von Helmut Wilkens, Leiter des Ordnungsamtes und stellvertretender Gemeindedirektor, den Genehmigungsantrag positiv begleitet. „Wir freuen uns, dass an der Hilter Mühle wieder Leben entsteht, die Örtlichkeit weckt bei vielen Lathenern tolle Erinnerungen“, sagt Wilkens.

Die Veranstalter hätten ein ausführliches Sicherheits-, Rettungsdienst- und Lärmschutzkonzept vorgelegt. Die Lautsprecher werden so aufgehängt, dass sich der Schall gegenseitig schlucken soll. Außerdem ist die nächstgelegene größere Wohnbebauung einige Kilometer entfernt, erklären Wilkens und Bruns.

Eine Woche nach dem Festival wird dann am zweiten Wochenende mit einem Wein- und Mühlenfest für die gesamte Bevölkerung die Eröffnung des Gasthofes gefeiert.


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