Gemeinsam mit Oberlangen Zwei Dörfer profitieren: Hallenneubau in Niederlangen ab August

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Die Pläne für den Hallenneubau in Niederlangen haben Helmut Wilkens (von links), Georg Raming-Freesen, Hermann Albers, Reinhard Winter, Claudia Kleine, Wilhelm Sap und Stefan Kleine vorgestellt. Foto: Maike PlaggenborgDie Pläne für den Hallenneubau in Niederlangen haben Helmut Wilkens (von links), Georg Raming-Freesen, Hermann Albers, Reinhard Winter, Claudia Kleine, Wilhelm Sap und Stefan Kleine vorgestellt. Foto: Maike Plaggenborg

Niederlangen. In der Gemeinde Niederlangen wird ab August eine neue Turnhalle gebaut – ein Gemeinschaftsprojekt gemeinsam mit der Nachbargemeinde Oberlangen. Das etwa 1,1 Millionen Euro teure Vorhaben wird mit 500.000 Euro gefördert. Profitieren soll die gesamte Dorfgemeinschaft.

Jede der Gemeinden müsse damit etwa 130.000 Euro für den Neubau der Halle übernehmen – „ein Spottpreis“, wie Landrat Reinhard Winter bei der Übergabe des Förderungsbescheides für die Halle sagte. Der Landkreis unterstützt das Projekt mit 346.000 Euro aus der Kreisschulbaukasse – zu 60 Prozent als Darlehen, zu 40 Prozent als Zuschuss. „Damit haben die Gemeinden für die nächsten 50 Jahre eine moderne Anlage“, so Winter.

405 Quadratmeter

Die Halle bekommt eine Fläche von 15 mal 27 Metern, also 405 Quadratmetern, und eine Höhe von circa sieben Metern. Damit habe sie die Größe einer Zweifeldhalle, „sie wird aber als Einfeldhalle genutzt“, erklärte der Architekt Stefan Knipper. Wegen der Maße sind viele Sportarten in der neuen Halle möglich, darunter Handball, Basketball, Badminton, Tennis und Fußball. Entsprechende Linien für die jeweiligen Felder sollen eingezeichnet werden. Hinzu kommt ein Zuschauerbereich mit 60 Plätzen und zwei Mannschaftskabinen beziehungsweise Damen- und Herrenumkleide. Auch ein 75 Quadratmeter großer Mehrzweckraum ist vorgesehen, der von Vereinen genutzt werden kann. Von dort gebe es durch ein Fenster Sicht in die Halle.

(Weiterlesen: Oberlangen plant Bau einer Turnhalle mit Niederlangen)

Große Fensterfront

Mehr als 400 Quadratmeter großer Neubau beim Sportgelände. Quelle: Knipper Kleine Architekten / Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Dort, wo derzeit das Baustellenschild in der Straße Am Sportplatz auf die bevorstehenden Arbeiten hinweist, sollen die Stellflächen entstehen. Das Gebäude wird in West-Ost-Richtung platziert. An der Seite bekomme es eine große Fensterfront, was Knipper zufolge „ungewöhnlich“ sei, allerdings erspare man sich dadurch „Verschattungskosten“, muss also keinen Sonnenschutz installieren und: „Wir brauchen keine zusätzliche Kühlung und haben eine natürliche Belüftung.“ Derzeit werden die Angebote der entsprechenden am Bau beteiligten Firmen vom Rechnungshof geprüft. Danach könnten die Aufträge vergeben werden, so Knipper. Die Bauzeit solle ein knappes Jahr andauern.

Wichtig für Dorfgemeinschaft

Wichtig sei, dass alle Vorgaben für die Förderung sauber abgearbeitet werden, sagte Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung, das über den Antrag der beiden Gemeinden positiv entschieden hat. Manchmal werde nicht alles sorgfältig dokumentiert. Für solche Fälle gebe es einen Sanktionskatalog. Möglich war der Antrag überhaupt geworden, weil sich Ende 2016 die Förderrichtlinien dahingehend geändert hatten, dass auch Zuschüsse für den Neubau rein sportlicher Einrichtungen möglich waren.

(Weiterlesen: SG-Rat Lathen genehmigt Fläche für neue Halle in Niederlangen)

Bis Mitte Februar 2017 musste der Antrag eingereicht sein – eine „sehr sportliche Leistung“, wie Sap sagte. „Die Halle ist sehr wichtig für die ganze Dorfgemeinschaft“, begründete er. Sie werde in Zukunft von sehr vielen Vereinen genutzt werden. Dass sich zwei Gemeinden zusammentun, das sei „etwas ganz Besonderes hier“.


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