Dorfentwicklung Ein Arbeitskreis für Fresenburg und Renkenberge

Bei der Bürgerversammlung hat sich ein Arbeitskreis gegründet. Helfend zur Seite stehen dabei die Bürgermeister der Gemeinden, das Amt für regionale Landesentwicklung und das Planungsbüro Honnigfort-Brümmer. Foto: Maike PlaggenborgBei der Bürgerversammlung hat sich ein Arbeitskreis gegründet. Helfend zur Seite stehen dabei die Bürgermeister der Gemeinden, das Amt für regionale Landesentwicklung und das Planungsbüro Honnigfort-Brümmer. Foto: Maike Plaggenborg

Fresenburg. 14 arbeiten demnächst für 1600: Die Gemeinden Renkenberge und Fresenburg haben bei einer Bürgerversammlung mit rund 100 Teilnehmern in Fresenburg 14 Einwohner aus beiden Kommunen gewählt, damit sie gemeinsam am Dorfentwicklungsplan mitarbeiten.

Fresenburg und Renkenberge sind drin im Dorfentwicklungsprogramm . „Es ist keine Selbstverständlichkeit, in das Programm aufgenommen zu werden“, sagte Syliva Backers, Dezernatsteilleiterin beim Meppener Amt für regionale Landessentwicklung (ArL). Die beiden Gemeinden hätten sich gegen vier Kontrahenten durchgesetzt. Nun ist die entsprechende Ausgestaltung förderfähiger Projekte gefragt. Der gegründete Arbeitskreis (AK) soll daran mitarbeiten. Konkret: Am Dorfentwicklungsplan. Wie erklärte, beteiligt sich die Gruppe etwa an der Bearbeitung von Handlungsfeldern oder auch der sogenannten SWOT-Analyse, also dem Herausarbeiten von Stärken und Schwächen. Letztlich begleite der AK auch die Umsetzungsphase von Projekten.

Eine Gruppe mit Repräsentanz gewählt

„Wer sich hier aktiv beteiligt, gestaltet die Zukunft des Dorfes“ referierte sie weiter und empfahl den Bürgern, eine „große Repräsentanz“ zu wählen, soll heißen: Nicht nur Junge, nicht nur Alte, nicht nur Frauen oder ausschließlich Männer. Vorgeschlagen und gewählt wurden je Gemeinde sieben Vertreter aus den Gemeinderäten, Schützenvereinen, Kirchengemeinden, der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD), Heimatvereinen und Sportvereinen.

Erst die Bewilligung, dann die Arbeit

Exemplarisch berichtete Thomas Honnigfort vom Planungsbüro Honnigfort-Brümmer von bereits fertiggestellten Projekten aus dem Bereich Dorfentwicklung. Seit 15 Jahren befasse sich die Bürogemeinschaft mit Vorhaben dieser Art, erklärte Honnigfort. Wichtig sei, dass die Kommunen mit den Arbeiten „nicht beginnen, bevor der Bescheid da ist. Auch bei der Planung ist Vorsicht geboten“, warnte Backers. Andernfalls werde die Förderung nicht mehr gewährt. Bezuschusst werde auf Grundlage der Steuereinnahmekraft. In den Gemeinden Fresenburg und Renkenberge liege dieser Beitrag zwischen 43 und 63 Prozent.

Private aber auch gemeinschaftliche Projekte werden gefördert

Für eine Förderung in Frage kommen laut Backers sowohl private Vorhaben, wenn es beispielsweise um die Sanierung alter, sogenannter ortsbildprägender Gebäude geht. Das aber bezieht sich auch auf öffentliche Gebäude, den Neu-, Aus- oder Umbau von Gemeinschaftsanlagen, Verkehrsverhältnisse, Hochwasserschutz oder die Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Auch Kleinstunternehmen könnten gefördert werden, wenn etwa kleine Dienstleistungszentren mit Dorfladen, Bank und Bänker entstehen sollen.

Die Arbeit des AK begann gleich nach der Bürgerversammlung. Die 14 gewählten Mitglieder einigten sich auf einen Termin für das erste Treffen am 11. Januar.


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