Fast nur Onlinehandel Niederlangener Tischdeckenvertrieb mit mehr Kundenkontakt

Seit Januar schneiden Elisabeth Hensen und Dagmar Brandauer-Runde PVC-Tischdecken im Gründerzentrum Lathen in Niederlangen zurecht. Marion Martina (hinten) von der Samtgemeindeverwaltung hat den Betrieb vorgestellt. Foto: Maike PlaggenborgSeit Januar schneiden Elisabeth Hensen und Dagmar Brandauer-Runde PVC-Tischdecken im Gründerzentrum Lathen in Niederlangen zurecht. Marion Martina (hinten) von der Samtgemeindeverwaltung hat den Betrieb vorgestellt. Foto: Maike Plaggenborg

Niederlangen. Zusehends mehr direkten Kundenkontakt hat die Firma PVC-Tischdecke, die im Gründerzentrum Lathen ansässig ist und seit Januar zur Ingenieurgesellschaft Amek gehört.

Überwiegend werden die Tischdecken über das Internet verkauft, sagt Dagmar Brandauer-Runde, die in der Firma im Gründerzentrum zusammen mit Elisabeth Hensen an zwei Tagen in der Woche arbeitet. Das Geschäft mit den 2,2 Millimeter dicken Decken aber spreche sich zusehends rum, wie sie sagt. „Wir würden es begrüßen, dass Kunden hierher kommen“ sagt Hans-Gerd Runde. Er ist der Ehemann von Brandauer-Runde und gleichzeitig ihr Chef. Er leitet die Ingenieurgesellschaft Amek, ebenfalls ansässig im Gründerzentrum, zusammen mit Bernhard Klaas, dessen Ehefrau – Elisabeth Hensen – wiederum die Kunststoff-Produkte maßschneidert. Die Firma Amek und pvc-tischdecke.de – so der richtige Name – sind eins. „Im November wussten wir noch nicht, dass wir im Januar Tischdecken verkaufen“, sagt Runde. Der Vorgänger hatte die Firma zuvor drei Jahre lang in Haselünne betrieben.

Tischdecken mit Vanillearoma, beispielsweise für Arztpraxen

Das Ingenieurbüro aber sei das primäre Geschäft, sagt Runde. „Von den Tischdecken allein können wir nicht leben.“ Dabei agiert Amek mit seinem zweiten Standbein europaweit. Die Kunden sind aus Belgien, Österreich, „erstaunlich viele aus der Schweiz“ und Frankreich. Dort werden die Decken auch produziert und in Rollen nach Niederlangen gebracht, zugeschnitten und wieder verschickt. Zwei Mal pro Woche werden die Pakete abgeholt. Verwendet werden sie laut Brandauer-Runde in Arztpraxen etwa, in Privathaushalten – für Gartentische zum Beispiel, in Kindergärten, holz- und metallverarbeitenden Betrieben oder auch in einer Schokoladenfabrik. Wofür die wegen des Eigengeruchs mit Vanille-Aroma versetzten Beläge bei den unterschiedlichen Kunden letztlich verwendet werden, konnte der Geschäftsführer nicht sagen. Die Decken sind abgesehen von der maximalen Länge von 3,20 Meter auch in runder Ausführung, hergestellt im Bergischen Land, zu haben. Die Produktpalette soll Runde zufolge in Kürze um bunte, milchglasartige oder strukturierte Exemplare erweitert werden.

Siebtes Unternehmen im Gründerzentrum

Die Deckenfirma ist Nummer sieben im 2450 Quadratmeter großen Lathener Gründerzentrum in Niederlangen. Es besteht aus sieben Werkstatthallen und sieben Büros, die nicht in allen Fällen zusammen vermietet sind. Die achte und damit letzte Firma steht nach Angaben von Marion Martina von der Samtgemeindeverwaltung bereits in den Startlöchern. Bereits angesiedelt sind dort bisher eine Autowerkstatt, eine Firma für Lagerbühnen und -systeme, die Lathener Miniwelten und der Roboter-Testbetrieb der Bremer Firma GTF. Das Zentrum, das mit vollem Namen Gründerzentrum Emstal heißt, ist zu 49 Prozent in den Händen der Samtgemeinde (SG), zu 51 Prozent in denen der Volksbank Emstal.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN