Eileen Brands Preisträgerin 4000 Gäste beim Westernfestival in Hilter


hesh Hilter. 4000 Leute waren in der 80-Seelen-Gemeinde Hilter Gäste des Westernfestivals. Am Sonntag setzte sich Eileen Brands gegen insgesamt etwa 100 Mitstreiter im Speed-Rodeo durch.

Erwachsene und Kinder, Pferde und Hunde, Fahrräder und Autos: Auf dem Zeltplatz des Westernfestivals in Lathen-Hilter ist jedes Jahr für einige Tage eine bunte Mischung vorzufinden. Das Festival, das sich im Kern um Pferde und Reiter dreht, ist der Rahmen für „den großen Preis von Junkern-Beel“– das Rodeo, bei dem sich am Festivalsonntag Mensch und Tier messen. Dabei geht es im Wesentlichen um Schnelligkeit, Geschick und um eine ausgeprägte Kommunikation zwischen Pferd und Reiter. „Um diese Disziplinen so zu meistern, bedarf es sehr viel Arbeit“, betonte Moderatorin Sandra Diedrichsen immer wieder, als die Westernpferde in hohen Geschwindigkeiten um die Tonnen galoppierten.

Zehn von 100 Reitern am Sonntag im Finale

Für die Gesamtwertung waren am Sonntagnachmittag fünf Disziplinen relevant: Barrel Race, Pole Bending, Flag Race, Mixed Race und Keyhole Race. Gegen etwa 18 Uhr stand es fest: Eileen Brands aus Ratingen ist die diesjährige Siegerin des Turniers. Von mehr als 100 Reitern, die am Samstag im Vorentscheid teilgenommen hatten, kamen zehn ins Finale am Sonntag. Brands setzte sich mit ihrem Pferd Sammy Joe gegen alle Mitstreiter durch. Unter Tränen und dem donnernden Applaus des Publikums nahm Brands von Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber und Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber den Pokal und damit die 500 Euro-Siegerprämie entgegen. Der Preis war von der Samtgemeinde Lathen gesponsort worden.

Traditionsveranstaltung mit familiärer Atmosphäre, sagen die Veranstalter

Dass es sich bei dem Festival um eine Tradition handele, die kaum wegzudenken sei, machte bei ihrer Ansprache auch Redenius-Heber deutlich. Es habe Gerüchte gegeben, der Landkreis wolle das Festival wegen der Lage in der Nähe eines Naturschutzgebiets abschaffen. „Das wird nicht passieren“, versprach Redenius-Heber.

Dass das Festival Traditionssache sei, betonte auch Veranstalter Christian Held im Gespräch mit der Redaktion. „Unser Großvater ist vor vielen Jahren damit angefangen, das Festival aufzubauen. Heute ist es eine riesengroße Veranstaltung“. Etwa 4000 Gäste waren in diesem Jahr aus ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus mit und ohne Pferd angereist. „Es ist einfach das Familiäre, was das Festival ausmacht“, so Organisator Ralf Duveneck. „Nach all den Jahren kennt man sich, und Neuankömmlinge werden jedes Jahr dennoch herzlich willkommen geheißen“.

Weder Schäden noch Verletzte

Julia Küstermann, die mit ihrem Pferd Moira aus Dinklage angereist war, kennt keine vergleichbare Veranstaltung. „Viele Leute haben hier die gleichen Interessen und so lernt man wiederum viele andere Pferdefreunde kennen“, erklärt sie.

Zufrieden waren sowohl die Organisatoren als auch die zahlreichen Gäste. Es habe keinerlei Schäden oder Verletzte gegeben und auch das gute Wetter habe zu der Stimmung beigetragen, so Veranstalter Heinrich Schulte-Übermühlen.


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