Bauanträge noch in diesem Jahr 149 Meter hohe Windräder in Renkenberge geplant

Die Bauanträge für das Repowering des Windparks in Renkenberge/Fresenburg sollen in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Auf dem Foto (von links) Moritz von Scharfenberg und Claus-Erik Gärtner (beide BVT), Lathens Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber, Fresenburgs Bürgermeister Bernhard Johanning, Planer Jörg Reents, Renkenberges Bürgermeister Heiner Bojer und Wilfried Freerks (Volksbank Emstal). Foto: Aloys SchulteDie Bauanträge für das Repowering des Windparks in Renkenberge/Fresenburg sollen in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Auf dem Foto (von links) Moritz von Scharfenberg und Claus-Erik Gärtner (beide BVT), Lathens Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber, Fresenburgs Bürgermeister Bernhard Johanning, Planer Jörg Reents, Renkenberges Bürgermeister Heiner Bojer und Wilfried Freerks (Volksbank Emstal). Foto: Aloys Schulte

Renkenberge. Der Windpark Renkenberge/Fresenburg soll in absehbarer Zeit mit 149 Meter hohen Anlagen „aufgerüstet“ werden. Das hat der Betreiber, die BVT Holding aus München, angekündigt. Noch sind allerdings nicht alle Pachtverträge unter Dach und Fach.

Auf dem 297 Hektar großen Areal sind laut BVT-Geschäftsführer Claus-Eric Gärtner elf neue Windräder geplant. Für die Errichtung von bis zu sieben wurden nach seinen Angaben inzwischen die notwendigen Anpassungen der bis 2028 laufenden Verträge durchgeführt. „Wir werden auf jeden Fall in diesem Jahr noch die Baugenehmigungen beantragen“, so der Geschäftsführer.

Das muss Moritz von Scharfenberg von der BVT Geschäftsleitung zufolge auch geschehen, weil die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte Einspeisevergütung für Windstrom nur noch für Anlagen gezahlt wird, deren Bau bis Ende 2016 genehmigt ist.

16 ältere Anlagen in Betrieb

Die BVT Holding betreibt den Windpark zurzeit mit 16 älteren Anlagen, die eine Nabenhöhe von rund 80 Metern haben. Zwei neue Windräder erreichen 138 und eines 108 Meter.

Mit dem sogenannten Repowering auf 149 Meter sollen die Effizienz und der Ertrag für BVT und die Verpächter entsprechend gesteigert werden. Die neuen Anlagen werden eine Leistung von je 4,2 Megawatt (MW) bringen und laut Gärtner pro Stück rund sechs Millionen Euro kosten.

Verträge werden modifiziert

Die Gespräche mit den Verpächtern führt Jörg Reents von der Planungsgesellschaft für regenerative Energien in Auftrag der BVT. „Die Verhandlungen kommen gut voran“, so Reents. Es gehe auch nicht darum, völlig neue Verträge auszuhandeln, sondern lediglich um eine Modifizierung. Die Abstände müssten den neuen Größen angepasst werden und natürlich auch die Vergütung der Verpächter, die künftig deutlich höher ausfallen werde als bisher.

Nicht überzeugt von dem Konzept ist die Windpark Fresenburg-Renkenberge GmbH (WFR) mit ihrem Geschäftsführer Hermann Fehrmann. Er hält es für besser, das Projekt als reinen Bürgerwindpark aufzuziehen, an dem sich alle beteiligen könnten. „Dann wäre eine 100-prozentige Wertschöpfung in der Gemeinde gewährleistet“, so Fährmann. Seinen Angaben zufolge befinden sich rund 60 Prozent der Flächen im Besitz von Mitgliedern der WFR. Ende Januar werde eine Gesellschafterversammlung stattfinden, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Für die BVT Holding, die Fehrmanns Feststellungen zu den Besitzverhältnissen der Flächen bestreitet, steht allerdings fest, die bestehenden Verträge nicht vorzeitig auslaufen zu lassen. „Wir wollen hier bauen und werden das auch tun“, betont Gärtner.

Bürgerbeteiligung möglich

Im Übrigen sei es auch für Bürger durchaus möglich, sich an dem Projekt in Fresenburg/Renkenberge zu beteiligen. Darüber hinaus werde gerade in Kooperation mit der Volksbank Emstal ein Modell entwickelt, mit dem sich eine Bürgerbeteiligung an einer weiteren Anlage im Bereich Niederlangen an der A31 umsetzen lassen. „Hier geht es um ein Investment in Höhe von sechs bis acht Millionen Euro“, so Gärtner. BVT werden die Anlage bauen und bei genügend Interesse komplett an interessierte Bürger verkaufen.


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