Jetzt alles unter einem Dach DRK-Bereitschaftsunterkunft in Lathen eingeweiht

Von Birgit Waterloh

Im Beisein von DRK-Präsident Rudolf Seiters (Zweiter von links), dem Kreisverbandsvorsitzendem Karl-Heinz Vehring (Zweiter von rechts) und Vertretern der politischen Gemeinden wurde die neue DRK-Bereitschaftsunterkunft in Lathen eingeweiht. Foto: Birgit WaterlohIm Beisein von DRK-Präsident Rudolf Seiters (Zweiter von links), dem Kreisverbandsvorsitzendem Karl-Heinz Vehring (Zweiter von rechts) und Vertretern der politischen Gemeinden wurde die neue DRK-Bereitschaftsunterkunft in Lathen eingeweiht. Foto: Birgit Waterloh

Lathen. Die neue Bereitschaftsunterkunft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist feierlich eingeweiht worden. Die Unterkunft dient sowohl dem DRK-Ortsverein als auch der Schnelleinsatzgruppe.

Im Beisein von DRK-Präsident Rudolf Seiters segnete Pfarrer Francis Sanjeevi die entstandenen Räumlichkeiten in der ursprünglich für die Unterstellung von Möbeln erbauten Halle. Neben dem Sozialtrakt befinden sich dort nun eine Küche, ein Schulungsraum und Lagerräume.

Durch mehr als 1100 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden konnten die Kosten des Umbaus auf 55.000 Euro begrenzt werden. Ein Teil der Aufwendungen wurde durch Spenden finanziert.

Die im Jahr 2000 an der Straße „Zur Düne“ errichtete Halle dient auch weiterhin zum Unterstellen der Fahrzeuge. Die Möbelkammer war zwischenzeitlich schon in Räumlichkeiten in der Ortsmitte verlegt worden. „Bislang hatten wir unsere Kleidung zuhause, die Fahrzeuge hier untergebracht und die Schulungen fanden in der Molkereistraße statt, nun haben wir alles an einem Ort“, freute sich Bereitschaftsleiter Ingo Jönen.

Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber würdigte die geleistete Arbeit: „Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft“. Mit der neu gestalteten Halle werde die Schnelligkeit und Schlagkraft der Einsatzgruppe verbessert.

Tanja Jönen, zweite Vorsitzendes des DRK-Ortsvereins, hob in einer kurzen Ansprache die Unparteilichkeit und Neutralität des DRK-Verbands hervor. Mit der Einladung von Nasuh Bellikli aus der Fatih-Moschee in Papenburg wolle sie ein Zeichen setzen. Bellikli bedankte sich für das große Engagement des DRK im Flüchtlingseinsatz. Die Flüchtlinge seien wie er größtenteils Muslime.

„Sie sind Teil einer Gemeinschaft, auf die sie stolz sein können“, richtete Rudolf Seiters das Wort an die DRK-Aktiven. 120.000 Flüchtlinge in 340 kleinen und großen Notunterkünften würden aktuell von etwa 50.000 ehrenamtlichen DRK-Helfern betreut, berichtete er. Um die Belastung im Rahmen zu halten, rotierten die Helfer bei ihren Einsätzen. „Wenn es die vielen Ehrenamtlichen nicht gäbe, dann würden wir es nicht schaffen“, sagte Seiters.

Auch Karl-Heinz Vehring, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Emsland, war sich sicher, dass die Behörden alleine zurzeit nicht in der Lage seien, die Flüchtlingssituation zu bewerkstelligen. Er sprach dem Ortsverein Lathen seine Anerkennung aus für das große Engagement auch beim Umbau der Halle.

Besonders bedankte sich Tanja Jönen bei Hans-Hermann Funke und Ingo Jönen. Sie wurden für 300 beziehungsweise 260 ehrenamtliche Arbeitsstunden mit Präsentkörben geehrt.


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