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Die große Welt im Kleinen Playmobil-Ausstellung in Niederlangen wird größer und größer

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Lathen. Es sind die vielen winzigen Details bei den Alltagsszenen in Kleinformat, die es den Besuchern der „Miniwelten Lathen“ angetan haben und Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistern.

Von Osnabrück bis hin zur Küste und vorwiegend aus dem Emsland – mehr als 1000 Fans der kleinen Plastikspielzeugfiguren von Playmobil haben sich die vor einem Monat im Gründerzentrum Emstal eröffnete Dauerausstellung des Journalisten Jürgen Eden bereits angesehen.

Alltägliche Lebenssituationen hat der leidenschaftliche Sammler Eden zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern in mühevoller Kleinarbeit in der von der Samtgemeinde Lathen zur Verfügung gestellten Räumlichkeit errichtet. Seeräuberattacken, Ritterspiele, eine Dino-Welt, Feen und Prinzessinnen oder eine Modenschau – nahezu alles aus der 40-jährigen Geschichte des Kultspielzeugs Playmobil gibt es zu sehen.

Die meisten Bausätze wurden miteinander kombiniert, sodass man kaum eine Szene nach vorgeschriebener Bauanleitung findet. „Unser Ziel ist es, bei den Themen immer aktuell zu sein“, betont der 49-jährige Eden. Sobayern erzählen beispielsweise ein Stau auf der Autobahn, Menschengewimmel am Flugzeugterminal oder Familienidylle mit dem Wohnmobil vom bunten Treiben der Sommer- und Reisesaison. „Man muss sich einfach Zeit nehmen“, lautet Edens Ratschlag, denn es gibt unzählig viele kleine Details, die immer wieder neue Entdeckungen zulassen.

Jahrmarkt wird im September aufgebaut

Auch in Zukunft soll es bei den Miniaturwelten fortlaufend Veränderungen geben. Hierfür hat Eden, der seit mehr als drei Jahrzehnten alles rund um Playmobil sammelt und immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen ist, bereits diverse Themen im „Köcher“: Rechtzeitig zur Volksfestsaison soll im September ein Jahrmarkt integriert werden, ein Weihnachtsmarkt und die passende Beleuchtung setzen danach die Atmosphäre der dunklen Jahreszeit in Szene. Aber auch die Fußball-EM im kommenden Jahr oder der Bereich Landwirtschaft sind Themen, die noch anstehen. Material hierfür gibt es jedenfalls genug.

Mehr als 300 Fahrzeuge zu sehen

Etwa ein Drittel der rund 3500 Figuren wartet noch in einem Lagerraum auf den großen Auftritt. Außerdem könnten zu den bereits 300 ausgestellten Fahrzeugen noch weitere 50 platziert werden. Zu allererst soll jedoch die zweitürmige Kirche mit selbst kreierten Orgelboden in die Bergwelt integriert und damit für alle noch besser sichtbar werden. Zu ihr wird sich ganz im Sinne der Ökumene im Luther-Jahr 2017 die Kathedrale von Wittenberg gesellen. Das Baugerüst hat der Spielzeugsammler bereits im Kopf. „Die Leute sollen hier schmunzeln und für ein bis zwei Stunden den Alltag vergessen“, erklärt der Journalist. Er freut sich, dass so viele Eltern mit ihren Kindern, aber auch die Generation 60 Plus – mit und ohne Enkelkinder – in die Spielewelt eintauchen, bei der bewusst auf Gewaltthemen verzichtet worden ist. „Mein größter Lohn ist es, wenn ich sehe, wie Leute auf Entdeckungstour gehen und begeistert vor irgendwelchen Szenen stehen bleiben“, erzählt der Leihgeber der Ausstellung, bei dessen Fundus es sich laut eigenen Angaben um eine der größten zusammenhängenden Playmobil-Sammlungen in Niedersachsen handelt.

Die Miniwelten in Lathen/Niederlangen, Feldkoppel, direkt an der A31 werden sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung vom Heimatverein Niederlangen präsentiert. Anfragen werden über den Gäste-Info-Service Lathen unter Tel. 05933/6647 oder per E-Mail gaeste-info@lathen.de entgegengenommen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder 1,50 Euro. Weitere Infos auf www.miniwelten-lathen.de.

Da die Ausstellung lebendig bleiben soll und den saisonalen Entwicklungen angepasst werden soll, werden ab dem 7. September einige Bereiche neugestaltet. Beginn 19.30 Uhr. Auch hierzu sind wieder ehrenamtliche Helfer willkommen.

Weitere Nachrichten aus der Samtgemeinde Lathen finden Sie unter www.noz.de/lathen .


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