Heimatfreunde greifen zur Sense Historische Roggenernte bei der Hilter Mühle

Von Hermann-Josef Döbber

Handarbeit wie früher: Heinz Thien, Wilhelm Willmes und Josef Willmes (von links) ernteten Getreide im Schatten der Hilter Mühle. Foto: Hermann-Josef DöbberHandarbeit wie früher: Heinz Thien, Wilhelm Willmes und Josef Willmes (von links) ernteten Getreide im Schatten der Hilter Mühle. Foto: Hermann-Josef Döbber

Lathen. Zur Sense haben am Sonntag die Hilter Mühlenfreunde des Heimatvereins Lathen gegriffen.

Anlass war die „Historische Roggenernte“, die erstmals 2008 stattfand und seitdem alljährlich viele Schaulustige zur Hilter Mühle lockt. Am 13. September wird am Tag des offenen Denkmals das Korn gedroschen und gemahlen.

Die Besucher erfuhren, wie bis zur Einführung mit hochmodernen Mähdreschern früher der Roggen gemäht, die Garben gebunden und zu Hocken zusammengestellt wurden. Einige ältere Besucher kannten diese mühsame, kräftezehrende und staubige Tätigkeit noch aus der eigenen Kinderzeit.

Ehrenamtliche Freizeitmüller

Auf einer von der politischen Gemeinde Lathen bei der Mühle angekauften Fläche ist dafür ein Getreidefeld angelegt worden. Auf diesem wurde am Sonntag Getreide geerntet – sicher und gekonnt mit nicht mehr gebräuchlichen Erntegeräten.

Nach der vor knapp 15 Jahren erfolgten Renovierung und seitdem wieder voll funktionstüchtigen Erdholländers füllen Heimatfreunde dieses einzigartige technisch und kulturelle Baudenkmal aus dem Jahre 1818 und das Mühlengelände wie am Sonntag wieder mit Leben. Als ehrenamtliche Freizeitmüller sind Ulrich Hanschke und Josef Willmes im Einsatz.